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Ausgesetztes Baby: Video aus Überwachungskamera soll zur Mutter führen

Polizei und Staatsanwaltschaft hoffen auf neue Hinweise. Der Junge hat mittlerweile eine Pflegefamilie gefunden.

Mit diesem Video der Überwachungskamera fahndet die Polizei nach der mutmaßlichen Mutter. Foto: Polizei Wolfenbüttel

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30.07.2020

Wolfenbüttel. In den frühen Morgenstunden des 11. Mai wurde in einem Gartenhaus Am Pfingstanger ein in eine Decke gehüllter Säugling aufgefunden (regionalHeute.de berichtete). Der männliche Säugling war offenbar kurz zuvor zur Welt gekommen und dann abgelegt worden. Polizei und Staatsanwaltschaft suchen nun mit Bildern aus einer Videokamera nach der möglichen Mutter. Das teilt das Polizeikommissariat Wolfenbüttel in einer Pressemitteilung mit.


Zwischenzeitlich ist der gesunde Junge in einer Pflegefamilie untergebracht worden. Intensive Ermittlungen seitens der Polizei Wolfenbüttel und der Staatsanwaltschaft in Braunschweig haben bislang nicht dazu geführt, dass Mutter oder Vater gefunden wurden. Durch einen Hinweis eines Zeugen konnte in der Straße Am Rehmanger eine Videoaufnahme einer Überwachungskamera vom 11. Mai, gegen 3.55 Uhr, gesichert werden. Auf diesem Video ist eine bislang unbekannte Person mit einem Bündel im Arm zu sehen. Hierbei könnte es sich um die Mutter mit dem Säugling handeln, welche einen geeigneten Ort zur Ablage des Säuglings sucht.


Auffindeort und Standort der Kamera liegen nicht weit auseinander. Foto: Polizei Wolfenbüttel/Open Street Map


Die unbekannte, vermutlich weibliche Person ist zirka 1,75 Meter groß. Sie ist mit einer hüftlangen Jacke mit Kapuze bekleidet und trägt Adidas Sportschuhe. Im Arm trägt sie vermutlich den in eine Decke gehüllten Säugling. Diese Decke hängt vor dem Körper der unbekannten Person herunter. Die Polizei Wolfenbüttel und die Staatsanwaltschaft Braunschweig suchen nun mit Hilfe der Veröffentlichung der Videoaufnahme und eines Standbildes nach Hinweisen aus der Bevölkerung. Die Polizei ist telefonisch unter 05331 / 933-0 zu erreichen. Das Video ist auch in den sozialen Netzwerken der Polizei einzusehen.


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