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Autismus - Maren Haas referierte im ITZ



Wolfenbüttel

Autismus - Maren Haas referierte im ITZ


Maren Haas, Referentin im Saal des ITZ . Foto: ITZ
Maren Haas, Referentin im Saal des ITZ . Foto: ITZ Foto: ITZ

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Wolfenbüttel. Zum Leistungsspektrum des DRK Integrations- und Therapiezentrums (ITZ) auf dem Wolfenbütteler Exer-Gelände gehört es, Fördereinheiten und Beratung für Betroffene und deren Angehörige anzubieten. In der Regel sind es Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die regelmäßig die Autismusambulanz der Einrichtung besuchen.

Für die Eltern der Patienten und für interessierte Angehörige wird im ITZ ein kostenfreier Elternkreis angeboten. Hier tauschen sich Betroffene aus, es werden zeitweise Referenten zu Themen eingeladen. So eröffnete Petra Kaschefski, die Leiterin der Autismusambulanz im ITZ, die Abendveranstaltung am vergangenen Donnerstag mit der Begrüßung der Referentin Maren Haas. Haas ist selbst Mitarbeiterin einer Autismusberatungsstelle und Asperger Autistin. Frau Haas gab einen Überblick zum Forschungsstand Autismus und Pubertät und berichtete über ihre eigenen Erfahrungen in dieser Lebensphase.


„Die Pubertät ist eine schwierige Zeit für autistische Menschen“ Mit diesem Satz leitete Maren Haas ihren Vortrag zum Thema „Autismus und Pubertät“ ein. Die anwesenden etwa 40 Personen hörten aufmerksam zu. Überwiegend waren es betroffene Eltern von autistischen Kindern und Jugendlichen, die sich derzeit mit dieser Lebensphase ihrer Kinder auseinandersetzen. Maren Haas berichtet, dass Jugendliche mit Autismus in der Pubertät häufig den Anschluss an ihre gleichaltrigen Freunde verlieren und somit ausgegrenzt werden. Weil sie „anders“ sind, werden sie oft zum Mobbingopfer. Sie können nonverbale Signale nicht verstehen und haben Schwierigkeiten in der Kommunikation.Aus ihrem eigenen Leben berichtete Haas, dass sie aufgrund dieser Erfahrungen in der Oberstufe für ein Jahr nach Amerika reiste. Sie ergänzte schmunzelnd: „Dort schob man mein Anderssein darauf, dass ich aus Deutschland kam.“

Eine weitere Hürde für Menschen mit Autismus sei der Auszug von zu Hause und der Einstieg in die Berufswelt. Hier berichtete sie, dass sie selbst drei Anläufe benötigte, um eigenständig zu leben. Sie betont, wie wichtig in dieser Zeit für sie die Unterstützung ihrer Eltern war.


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