Wolfenbüttel

Autorinnenlesung „Flüchtlingswege 1945–2015“


Symbolfoto: pixabay
Symbolfoto: pixabay Foto: Pixabay

Artikel teilen per:

20.06.2018

Wolfenbüttel. Am internationalen Tag gegen Folter, dem 26. Juni, wird die Propstei Wolfenbüttel um 19 Uhr eine Autorinnenlesung im Ratssaal des Wolfenbütteler Rathauses veranstalten. Das teilt die Propstei mit.


Was bringt Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen und sich auf einen gefährlichen Weg zu begeben? Im Buch „Flüchtlingswege 1945–2015“, um das es in dieser Veranstaltung geht, erzählen acht Männer und Frauen ihre Geschichte: Sie berichten von den teils dramatischen Ereignissen ihrer Flucht, von dem, was vorher geschehen war und davon, wie es später weiterging. Sie stammen aus verschiedenen Generationen und Kulturen, ihre Flucht fand zu unterschiedlichen Zeiten statt. Die 97-Jährige, die 1947 als Folge des Zweiten Weltkriegs aus Polen vertrieben wurde, kommt genauso zu Wort wie der 21-Jährige, der 2015 vor der islamistischen Terrormiliz al-Shabaab aus Somalia floh.

Die Braunschweiger Autorin und Biografin Mareile Seeber-Tegethoff führte umfangreiche Interviews durch und schrieb, basierend auf den Schilderungen ihrer acht Gesprächspartner, die einzelnen Texte. „Flüchtlingswege 1945–2015“ ist Ergebnis eines gemeinsamen Projekts der Biografiewerkstatt „Worte & Leben“ und der DRK-KaufBar. Hauptförderer war die Stiftung „Integrationskultur“ in Rottenburg am Neckar.

Wir hören gegenwärtig viel über Geflüchtete. Im Rahmen der Lesung – wie auch im Buch – sprechen sie selbst zu uns. In einer moderierten Runde werden einige der Erzähler aus „Flüchtlingswege 1945–2015“ persönlich von ihrer Flucht und ihren Erfahrungen in Deutschland berichten.

Mit einem zwischenmusikalischen Beitrag wird Antonio Dionga, einer der Erzähler, zu hören sein. Wo? Im Ratssaal des Wolfenbütteler Rathauses Wann? Dienstag, 26. Juni, um 19 Uhr. Eintritt? Frei.

Der 26. Juni ist der internationale Tag gegen Folter. Aus diesem Anlass werden an diesem Abend Vertreter der örtlichen Amnesty International Gruppe mit einem Infotisch vertreten sein.


zur Startseite