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B58 soll saniert werden - Neubau nicht ausgeschlossen



Braunschweig

B58 soll saniert werden - Neubau nicht ausgeschlossen

von Marian Hackert


Im Haushalt 2018 sind 30.000 Euro Planungskosten für eine Entwurfsplanung eingestellt worden. Foto: Alexander Dontscheff
Im Haushalt 2018 sind 30.000 Euro Planungskosten für eine Entwurfsplanung eingestellt worden. Foto: Alexander Dontscheff Foto: Alexander Dontscheff

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Braunschweig. Gute Nachrichten für das Jugendzentrum B58: In der jüngsten Sitzung des Rates der Stadt wurde einstimmig dem Grundsatzbeschluss zur „Sanierung und Erweiterung des Jugendzentrums B 58“ zugestimmt.



Die Einrichtung befinde sich laut Verwaltung in einem stark sanierungsbedürftigen Gebäude in einem expandierenden Stadtteil. Das ehemalige Fabrikgebäude weise einen umfangreichen Sanierungsstau auf. Im offenen Bereich, als auch im Konzert- und Veranstaltungsraum mangele es an Möglichkeiten, die von den Besucherinnen und Besuchern frequentierten Veranstaltungen und Angebote angemessen abzubilden. Der Zugang zur Veranstaltungsfläche sei derzeit nur durch eine enge Treppe möglich und somit für körperlich eingeschränkte Personen nicht oder nur erschwert zugänglich. Das Ziel sei es laut Verwaltung, neben dem erforderlichen Erhalt der Gebäudesubstanz, auch eine optimierte barrierefreie Veranstaltungssituation für Besucherinnen und Besucher zu schaffen.

Beiteiligungsveranstaltung im Sommer


Im Haushalt 2018 sind 30.000 Euro Planungskosten für eine Entwurfsplanung eingestellt worden. Im Sommer wird eine Beteiligungsveranstaltung mit den Nutzergruppen des B 58 stattfinden, um das Raumnutzungskonzept zu aktualisieren. Im Anschluss wird ein Architekturbüro auf dieser Grundlage eine Machbarkeitsstudie zur Sanierung durchführen. Die Verwaltung favorisiere eine Sanierung. Sollte die Kostenschätzung aber ergeben, dass ein Neubau die deutlich kostengünstigere Variante darstellt, so sei auch eine Umsetzung eines analogen Raumprogramms in einem Neubau denkbar, heißt es in der Stellungnahme der Verwaltung.

Maximilian P. Hahn, Vorsitzender der Fraktion P²:


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Maximilian Hahn. Foto: DIE FRAKTION P²



Zum Beschluss äußerte sich Maximilian P. Hahn, Vorsitzender der Fraktion P² wie folgt: "Meier's Music Hall musste einem Parkplatz für VW weichen und es scheint fast, als wenn vielen in Braunschweig die Jugend und Subkultur vollkommen egal ist. Dass jetzt aber eine Vorlage für die Aktualisierung des Erweiterungskonzeptes sowie Investitionsplanung für das B58, der wir im Jugendhilfe-Ausschuss schon zugestimmt haben, auch im Rat einstimmig verabschiedet wurde, macht mich glücklich. Auch dass Frau Keller ihre große Liebe im B58 kennenlernte, zeigt mir, dass die CDU ihr Herz am rechten Fleck hat.



Mittlerweile ist wohl doch vielen Abgeordneten im Rat klar, wie großartig und elementar die Arbeit des B58 ist. Konzerte von Bands aus der ganzen Welt habe ich dort gesehen: Ob nun Hardcore aus NYC oder Punk aus dem Pott, dort habe ich so manch glücklichen Moment mit Leuten verbracht, die man nur dort findet. Und das B58 kann noch mehr: Jugendkulturverein, Musikeretage mit Proberäumen sowie die offene Jugendarbeit und die Schulkindbetreuung - Kultur und Subkultur in der Premium-Version!"

Simone Wilimzig-Wilke undNicole Palm, SPD:




„Damit können die Planungen beginnen“, freut sich SPD-Ratsfrau Simone Wilimzig-Wilke, die im Rat zu diesem Thema gesprochen hatte. „Schon in den Sommerferien könnten das bestehende Erweiterungskonzept überarbeitet ein Raumprogramm erstellt werden. Das ist ein zentraler Schritt für den Erhalt dieses wichtigen Jugendkulturzentrums.“

„Bei einem Ortstermin im B 58 wurde deutlich, wie dringend der Sanierungsbedarf mittlerweile geworden ist“, erklärt Nicole Palm, planungspolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion. „Wenn die Sicherheitsvorschriften weiter verschärft werden, wäre es fraglich, ob das B 58 auf Dauer so weiter betrieben werden könnte.“ Es sei aus Sicht der SPD-Fraktion daher höchste Zeit geworden, das Thema politisch auf die Agenda zu setzen.

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Nicole Palm. Foto: SPD



Zur Frage, ob der Standort in der ehemaligen Konservenfabrik durch eine Sanierung erhalten werden sollte oder ob – wie zuletzt in der Braunschweiger Zeitung berichtet – ein neuer Standort gesucht werden muss, äußerte sich Palm wie folgt: „Aus Sicht der SPD-Ratsfraktion sollte prioritär eine Sanierung am bisherigen Standort verfolgt werden. Dieser ist historisch gewachsen und seit Jahrzehnten tief im Gedächtnis der Braunschweigerinnen und Braunschweiger verwurzelt.“ Zudem bestünden Zweifel, ob die Verwaltung kurzfristig einen vergleichbar gut geeigneten Standort finden kann. Einen Neubau könne man außerdem auch am aktuellen Standort errichten. Auch das Nachbargrundstück sei im Eigentum der Stadt Braunschweig.


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