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Bahnhofsplatz bleibt vorerst Hildesheimer Straße

von Anke Donner


Der Ausschuss für Bauen und Umwelt sprach sich gegen die Umbenennung des Bahnhofsplatzes aus. Foto: Anke Donner
Der Ausschuss für Bauen und Umwelt sprach sich gegen die Umbenennung des Bahnhofsplatzes aus. Foto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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21.10.2016

Goslar. Der Bahnhofsvorplatz soll bis auf weiteres Hildesheimer Straße bleiben. Klingt komisch, ist aber so vom städtischen Bauausschuss empfohlen. Die Vorschläge, den Platz in Dr.-Otto-Fricke-Platz, oder in Bahnhofsplatz umzubenennen, scheiterten.



Der von der CDU eingebrachte Vorschlag, man solle den Bahnhofsvorplatz an der Hildesheimer Straße nach dem Goslarer Ehrenbürger Dr.Otto Fricke benennen, wurde abgelehnt. Ebenfalls abgelehnt wurde der Vorschlag der Grünen, den Bahnhofsvorplatz in Bahnhofsplatz umzubenennen. Einzig der Änderungsantrag der Bürgerliste Goslar wurde angenommen. Der forderte nämlich, die Umbenennung ruhen zu lassen, bis die Umgestaltung des Platzes abgeschlossen sei. Diese befände sich aber derzeit noch in der Entwurfphase. Weiter führte Henning Wehrmann von der Bürgerliste während der Sitzung aus, dass es im nicht plausibel sein, warum die Umbenennung ausgerechnet in der Übergangsphase vom alten auf den neuen Rat durch die städtischen Gremien „gepeitscht“ werden soll. Der neue Rat möge sich mit dem Thema auseinander setzen. Zudem solle laut Wehrmann bei einer späteren Umbenennung des Platzes auch berücksichtigt werde, auch Frauennamen zu berücksichtigen. Zweifel gab es außerdem an der Untadeligkeit von Otto Fricke. "Wenn eine Straße nach einer Person benannt werden soll, sollten keine Zweifel an deren Untadeligkeit bestehen", argumentierte Rüdiger Wohltmann (Linke) und verwies dabei auf das von der Verwaltung in Auftrag gegebenen Gutachten zu Otto Fricke (regionalHeute.de berichtete). Während die CDU an ihrem Antrag und Holger Plaschke für die Grünen an seinem Antrag festhielten, stimmten SPD, Linke und Bürgerliste für den Antrag, die Umbenennung abzulehnen.

Eine spätere Umbenennung sei nicht ausgeschlossen und sogar sinnvoll, da die Bezeichnung Hildesheimer Straße im Bereich des Bahnhof irreführend sei. Damit solle sich aber die Politik in der kommenden Legislaturperiode beschäftigen. Wenn es aber zu einer Umbenennung kommen sollte, würde man eine pragmatische Lösung bevorzugen. Den Bahnhofsplatz also als das zu bezeichnen, was er ist - als Bahnhofs(vor)platz.


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