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Baugebiet Södeweg: Von Haselgasse bis Schneeballweg

von Nick Wenkel


Bei den neuen Straßennamen hat sich die Verwaltung von den Vorschlägen Wolfenbütteler Bürger inspirieren lassen. Fotos: Nick Wenkel
Bei den neuen Straßennamen hat sich die Verwaltung von den Vorschlägen Wolfenbütteler Bürger inspirieren lassen. Fotos: Nick Wenkel

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13.12.2017

Wolfenbüttel. Mit der Beschlussempfehlung in der gestrigen Bauausschusssitzung hat das Baugebiet am Södeweg eine weitere Hürde genommen. Mit dem neuen Wohngebiet soll laut Stadt Wolfenbüttel der ungebrochenen Nachfrage nach Bauland im Einfamilienhausbereich aber auch dem dringenden Bedarf an Geschosswohnungsbau nachgekommen werden.


Das Baugebiet am Södeweg liegt am östlichen Rand des Siedlungskörpers der Stadt Wolfenbüttel. Er wird im Westen durch Wohnbebauung, im Norden und Osten durch landwirtschaftliche Flächen sowie im Süden durch die Ahlumer Straße und das daran südlich angrenzende Einkaufszentrum Schweigerstraße und Gewerbeflächen begrenzt. Der südwestliche Bereich des Plangebietes an der Ahlumer Straße wird im Moment durch einen Gartenbaubetrieb genutzt. Die übrige Fläche wird als landwirtschaftliche Fläche genutzt.

Bürger geben Anregungen für Straßennamen


Damit die Bewohner sich in dem neuen Wohngebiet auch zurecht finden, sind natürlich neue Straßennamen erforderlich. Über den Bauausschuss sind bereits vor einiger Zeit Anregungen für neue Namen an die Verwaltung herangetragen worden. Dabei wurden unter anderem Baumbezeichnungen, wie auch schon im westlich angrenzenden Bereich der Ahlumer Siedlung, angeregt. Diesem soll laut Verwaltung thematisch gefolgt werden, da die Baum- und Gehölzbezeichnungen die bestehenden Straßennamen der Ahlumer Siedlung sinnvoll fortsetzen. Jedoch wurden die genannten Vorschläge durch die Verwaltung noch etwas erweitert und verfeinert, da einige Nennungen zu „exotisch" sind oder Unterarten der genannten Bäume mehr Spielraum und insgesamt „wohlklingendere Bezeichnungen" ergeben.



Für die Planstraßen werden von der Verwaltung folgende Bezeichnungen empfohlen:

  • 1. Samuel-Spier-Platz

  • 2. Södekamp

  • 3. Hainbuchenring

  • 4. Elsbeerweg

  • 5. Berberitzenweg

  • 6. Schneeballweg

  • 7. Hagebuttenkamp

  • 8. Salweidenkamp

  • 9. Haselgasse


Kritik zum Gestaltungsleitfaden



Pierre Balder. Foto: regionalHeute.de



Insgesamt können am Södeweg laut Verwaltung rund380 Wohneinheiten realisiert werden. Dabei soll die neue Siedlung viele Elemente eines modernen Wohnumfeldes enthalten, in dem ein zeitgemäßes, vielseitiges Wohnangebot geschaffen und zugleich eine dafür angemessene bauliche Dichte erreicht werden sollen. Für leichte Kritik sorgte in der gestrigen Bauausschusssitzung jedoch der zugehörige Gestaltungsleitfaden. „Ich finde die Vorgaben, die hier erteilt werden, schon ein bisschen zu krass für ein Baugebiet, dass nicht direkt in der Stadt liegt", erklärt Pierre Balder (FDP). Uwe Kiehne (SPD) widersprach: „Guckt man sich die anderen Baugebiete an, halte ich es schon für sinnvoll, dass es Vorgaben gibt." Zuspruch bekam Kiehne von Bürgermitglied Thilo Neumann, „vor allem wenn man sich mal die Gärten anschaut". Laut Neumann sei es keine Schwierigkeit auch mal einen Obstbaum zu pflanzen. In einer Abstimmung beschlossen die Mitglieder des Bauausschusses daher, Vorgaben zu Gartenflächen mit in den Leitfaden aufnehmen zu lassen.

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