Wolfenbüttel

Björn Försterling hält dritte Gesamtschule für unrealistisch


Björn Försterling hält dritte Gesamtschule für unrealistisch. Foto: Nigel Treblin Foto: Nigel Treblin

Artikel teilen per:

12.12.2015




Wolfenbüttel. Beim Thema IGS finden die Diskussionen kein Ende. Aktuell fordern verschiedene Stimmen eine Elternbefragung zu einer Integrierten Gesamtschule in Sickte (regionalWolgenbüttel.de berichtete mehrfach). In der nachfolgenden Pressemitteilung der Pressesprecherin der FDP, Christina Balder, mahnt Björn Försterling, Kreistagsmitglied und bildungspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, zur Besonnenheit.

„Es muss endlich Ruhe einkehren in die Schullandschaft im Landkreis Wolfenbüttel“, sagt Björn Försterling. Diskussionen darüber, weitere Schulen umzuwandeln, hätten laut dem FDP-Politiker wenig Sinn. „Wir haben zwei Integrierte Gesamtschulen. Dass beide in der Stadt liegen, war damals politisch gewollt“, erinnert er. „Damit war klar, dass eine IGS im Landkreis nicht zu realisieren sein würde.“ Das Potenzial für eine weitere Schule dieser Art sei zu gering, sagt Björn Försterling. Ihre Einrichtung würde bedeuten, andere Schulstandorte schließen zu müssen.

Mögliche Folgen durch die Einrichtung der IGS


„Eine IGS in Sickte würde das Aus für die Schulen in Remlingen und Schöppenstedt bedeuten und eine IGS in Schöppenstedt wäre wahrscheinlich das Ende für den Standort Schladen“, befürchtet der Freidemokrat. „Jeder, der gerade für einen neuen IGS-Standort kämpft, muss sich im Klaren darüber sein, dass das möglicherweise einen anderen Standort kaputt macht“, warnt er. Auch gefährde eine dritte IGS im Kreis die Oberstufe an der Henriette Breymann-Gesamtschule. Überlegungen, aus den Standorten Remlingen und Schöppenstedt Zweigstellen derselben IGS zu machen, halte Försterling laut dem Pressebericht für Unsinn. „Abgesehen davon, dass es für die Schüler eine unnötige Belastung wäre, je nach Jahrgang unterschiedliche Orte anzufahren, sind bisher derartige Regelungen noch nie genehmigt worden“, sagt er. Eine Änderung der bisherigen Praxis wäre eine „große Überraschung“. Er gehe davon aus, dass der Plan am Ende ebenfalls bedeuten würde, einen Standort zu schließen.


zur Startseite