162.000 Besucher erlebten die "winterkunstzeit" in Braunschweig

Besonders die Kunst-Workshops waren beliebt bei den kleinen und großen Besuchern.

Verschiedene Bilder in den Schloss-Arkaden.
Verschiedene Bilder in den Schloss-Arkaden. Foto: Kathrin Kühn

Braunschweig. Rund 60 Künstlerinnen, Künstler und Kulturschaffende haben vier Tage lang die Vielfalt der regionalen Kreativszene in der Braunschweiger Innenstadt präsentiert. Bei wechselhaftem Wetter haben zahlreiche Gäste die "winterkunstzeit" genutzt, um die abwechslungsreichen Ausstellungen im Herzen der Stadt zu besuchen und der Inspiration bei Workshops und Mitmachaktionen freien Lauf zu lassen. Rund 162.000 Besucherbewegungen erfassten die Lasermessgeräte im Laufe des Samstags. Am Sonntag sagte das Stadtmarketing die Veranstaltung aufgrund der Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes ab. Dies berichtet die Braunschweig Stadtmarketing GmbH.


Ausstellungen von Acrylmalerei über Fotografie bis hin zu Street Art und Upcycling – vier Tage lang brachte die "winterkunstzeit" farbenfrohe Kunst in teils graue Februartage. „Die "winterkunstzeit" zeichnet sich durch die große Bandbreite der Künstlerinnen und Künstler aus“, erklärt Björn Nattermüller, Bereichsleiter bei der Braunschweig Stadtmarketing GmbH. „Wir möchten den Besucherinnen und Besuchern gemeinsam mit unseren Partnern die Möglichkeit bieten, auf kurzen Wegen mit unterschiedlichster Kunst in Berührung zu kommen und verschiedene Techniken und Kunstformen kennenzulernen.“ Zahlreiche Gäste ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, bummelten durch die Ausstellungen und kamen mit den teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch. Das belegen auch die Besucherfrequenzen: Rund 162.000 Mal lösten die Lasermessgeräte am Samstag aus, damit liegen die Werte auf Vorjahresniveau. Am Sonntag sagte das Stadtmarketing die winterkunstzeit ab, nachdem die ersten Ausläufer des Sturmtiefs Braunschweig bereits vor Beginn der Veranstaltung am Sonntag erreicht hatten.

60 Kreative aus der Region boten spannende Einblicke


Bis Samstag boten aber rund 60 Kreative im ›Wiederaufbau‹-Atelier auf dem Kohlmarkt, in den Schloss-Arkaden und in Geschäften einen Einblick in ihr Schaffen. „Bei der "winterkunstzeit" treffen zwei meiner Herzensanliegen aufeinander: Kunst und die Braunschweiger Innenstadt“, freut sich Olaf Jaeschke, Galerist und Vorstandsvorsitzender des Arbeitsausschuss Innenstadt Braunschweig. „Deshalb freut es mich ganz besonders, zu sehen, dass unsere Besucherinnen und Besucher daran Gefallen finden.“

Beliebte Workshops und Mitmachaktionen


Besonders beliebt waren die Workshops und Mitmachaktionen. Bei der Jugendkunstschule buntich schwangen nicht nur die jungen Gäste die Pinsel, sondern auch zahlreiche Erwachsene ließen sich die Tipps und Tricks von den Profis erklären. Direkt daneben liefen die Strickautomaten der Neuerkeröder Kunstwerkstatt Villa Luise heiß, um für den guten Zweck einen 278 Meter langen Schal zu stricken. Gespannt verfolgten zahlreiche Gäste am Samstag das Ausrollen und freuten sich mit der Stiftung Neuerkerode, als dieser mit rund 750 Metern deutlich weiter als die geforderte Strecke vom Kohlmarkt bis zum REWE Markt im Konrad-Koch-Quartier reichte. „Wir sind überwältigt von der Unterstützung der Besucherinnen und Besucher. Sie haben es ermöglicht, dass wir einen ausreichend langen Wollschal herstellen konnten“, sagt Miriam Herzberg von der Evangelischen Stiftung Neuerkerode, deren kreativer Arbeit in der Villa Luise nun eine Spende in Höhe von 1.000 Euro von der ›Wiederaufbau‹ und den REWE Märkten Braunschweig zugutekommt. „Herzlichen Dank an alle Helferinnen und Helfer und natürlich an die Spender. Dieses Geld wird dazu genutzt, Materialien anzuschaffen, mit denen unsere Künstlerinnen und Künstler mit Beeinträchtigung neue Werke erarbeiten können.“ Viel Publikum versammelte sich auch bei einem Flashmob der Kreativregion, die Kunst für die Ohren im Gepäck hatten und den Kohlmarkt am Samstag mit heißen Trommelrhythmen zum Beben brachte.


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