Braunschweig. Das große Interesse der Braunschweiger Bürgerschaft an der Sanierung des Badezentrums Gliesmarode bewies sich beim „Infobaden“-Termin erneut. Nahezu 200 Bürger waren, um sich von Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum und dem für die Sanierung zuständigen Team aus Struktur-Förderung Braunschweig GmbH (SFB) und der Stadtbad Braunschweig Sport und Freizeit GmbH (Stadtbad GmbH) über den weiteren Verlauf informieren zu lassen und die Baustelle selbst in Augenschein zu nehmen, wie es in einer Pressemitteilung der Projektträger dazu heißt. Schon im Vorfeld hatte das große bürgerschaftliche Engagement entscheidenden Anteil daran gehabt, dass die Sanierung und damit Wiedereröffnung des Bades möglich wird. Eine Million Euro war dafür von Unternehmern und Privatpersonen zugesagt worden.
Seit Anfang Mai hatte ein Team spezialisierter Fachplanungsbüros und Experten an einer Bestandsaufnahme gearbeitet. Die Ergebnisse präsentierten nun Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum, SFB-Geschäftsführerin Natascha Wessling und Stadtbad GmbH-Geschäftsführer Tobias Groß den interessierten Bürgerinnen und Bürgern bei einer offenen Informationsveranstaltung direkt auf dem Gelände des Badezentrums.
Schwimmbad Gliesmarode aus dem Dornröschenschlaf holen
„Ich freue mich sehr, dass wir jetzt eine verlässliche Grundlage für den weiteren Sanierungsprozess haben. Klar ist dabei allerdings auch geworden, dass sich bei einem Bad mit einer Geschichte seit 1979 ein erheblicher Sanierungsstau angesammelt hat. Wir haben hier allerdings auch ein sehr engagiertes Team aus Experten und Fachplanern, die sich allen Herausforderungen stellen, um das Badezentrum aus seinem „Dornröschenschlaf“ zu holen und für alle zeitgemäßen Anforderungen fit zu machen“, begrüßte der Oberbürgermeister die Gäste.
Im Anschluss erläuterten Tobias Groß und Natascha Wessling das weitere Vorgehen. „Die Gutachten haben detailliert gezeigt, welchen großen Belastungen die Bausubstanz des Badgebäudes über die vielen Jahre Betriebszeit ausgesetzt war. Unter anderem hat die Tragfähigkeit von Betonstützen und Leimholzbindern im Dachtragewerk erheblich gelitten. Auch die Umrüstung der Bädertechnik sowie die energetische Ertüchtigung des Gebäudes werden umfangreiche Baumaßnahmen erforderlich machen. Wir planen dafür wie angekündigt mit einem durchgehenden Prozess ohne langwierige Zwischenschritte, damit das Bad ab 2029 wieder die Braunschweiger Bäderlandschaft bereichert! Schließlich gibt es auch in unserem Team einige, die hier bereits in ihrer eigenen Kindheit geschwommen sind und dies auch den folgenden Generationen ermöglichen wollen.“
Für weitere technische Detailfragen verwies Natascha Wessling auf die anwesenden Spezialisten der insgesamt neun Fachplanungsbüros aus allen Bereichen des Bäderwesens. Diese erläuterten die vielfältigen baulichen Herausforderungen, die sich sowohl aus aktuellen gesetzlichen Anforderungen als auch aus dem Standort des Badezentrums ergeben. Dazu zählen insbesondere die Vorgaben zur Barrierefreiheit, zur Energieeffizienz und zur Entfluchtung. Hinzu kommen die Anforderungen des Trinkwasserschutzgebiets sowie die besonderen Bedingungen durch den hohen Grundwasserspiegel. Sämtliche Aspekte müssen bei der Planung berücksichtigt werden, damit das Badezentrum nach Abschluss der umfassenden Sanierung wieder sicher und dauerhaft betrieben werden kann.
„Wir sind sehr froh, dass wir bald für den Schulsport und Schwimmkurse wieder zusätzliche Kapazitäten ermöglichen können. Auch wenn vieles bis hin zur Fassade erneuert und geändert werden muss - die Badegäste werden ihr beliebtes Bad Gliesmarode wiedererkennen“, so Tobias Groß, Geschäftsführer der Stadtbad GmbH.

