Der neue "Stadttakt Braunschweig" für attraktiveren Nahverkehr


Mit dem Fahrplanwechsel am 3. Oktober sei ein weiterer Meilenstein für einen attraktiven Nahverkehr erreicht, meint Oberbürgermeister Ulrich Markurth. Symbolfoto: Robert Braumann
Mit dem Fahrplanwechsel am 3. Oktober sei ein weiterer Meilenstein für einen attraktiven Nahverkehr erreicht, meint Oberbürgermeister Ulrich Markurth. Symbolfoto: Robert Braumann Foto: Robert Braumann

Braunschweig. Mit dem Fahrplanwechsel zum 3. Oktober folgt der nächste Schritt für einen zukunftsfähigen öffentlichen Personennahverkehr in Braunschweig. Im 15-Minuten-Grundtakt fahren jetzt einheitlich alle Hauptlinien der BSVG im neuen Stadttakt. Dies Details erklärt die Stadt Braunschweig in einer Pressemitteilung.


Neu im Liniennetz der BSVG ist auch die Stadtbahnlinie 10. Sie fährt vom Hauptbahnhof über John-F.-Kennedy-Platz und Rathaus nach Rühme und zurück und verstärkt die Linie 1 auf diesem Abschnitt. Damit wird der Hauptbahnhof deutlich besser mit Innenstadt, der TU Braunschweig und den Dienstleistungs- und Gewerbegebieten im Norden der Stadt verbunden. Auf der stark frequentierten Strecke zwischen John-F.-Kennedy Platz und Hamburger Straße besteht somit an Schultagen zu den Hauptverkehrszeiten ein 5-Minuten-Takt. Insgesamt steigt das Leistungsangebot für Stadtbahnen und Busse mit dem neuen Fahrplan um drei Prozent.

Ein Meilenstein für einen attraktiven Nahverkehr


"Die Verbesserung des ÖPNV ist ein Arbeitsschwerpunkt meiner Amtszeit als Oberbürgermeister, an dem ich kontinuierlich arbeite. Dazu gehören auch der Stadtbahnausbau, die Ausweitung der Bedienungszeiten in den frühen Abendstunden und die Verbesserung im regionalen Verkehr, also über die Stadtgrenze Braunschweigs hinaus. Auch im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) wurde von den Bürgerinnen und Bürgern eine Verbesserung des ÖPNV eingefordert. Nun ist mit dem Fahrplanwechsel am 3. Oktober ein weiterer Meilenstein für einen attraktiven Nahverkehr in unserer wachsenden Großstadt erreicht", sagt Oberbürgermeister Ulrich Markurth.

Zwei Jahre haben die BSVG und die Stadtverwaltung intensiv an der Planung gearbeitet und den Fahrplan für Stadtbahnen und Busse nicht wie bisher vom Rathaus, sondern vom Hauptbahnhof aus konzipiert. Die Übergänge zum Regional- und Fernverkehr am Hauptbahnhof sowie an den Bahnhöfen Gliesmarode und Weddel werden verbessert. Die Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt wird tagsüber von montags bis samstags mit mehr Fahrten attraktiver.

"Wir werden uns nun ganz genau anschauen, wie der neue Stadttakt angenommen wird. Sollten irgendwo nennenswerte Störungen auftreten oder die Kapazitäten nicht ausreichen, dann werden wir entsprechend nachsteuern", sagt Jörg Reincke, Geschäftsführer der BSVG. "Die Aufstellung eines neuen Fahrplans ist ein Großprojekt. Denn am Tag der Umstellung muss der Verkehr reibungslos funktionieren. Nicht nur der Fahrplan, auch alle Dienstpläne werden neu erstellt, Anzeigen in den Fahrzeugen neu programmiert und schlussendlich an allen Haltestellen neue Fahrpläne und Linieninformationen ausgetauscht. Das passiert alles hinter den Kulissen und wird im Allgemeinen von unseren Fahrgästen nicht bemerkt", erklärt Reincke.

"Es liegt in der Natur der Sache, dass sich bei Veränderungen eines komplexen Systems wie dem Gesamtfahrplan alle Fahrgäste neu orientieren müssen. Ich hoffe außerdem, dass viele Bürgerinnen und Bürger neugierig auf das neue Angebot sind und es ausprobieren. Denn Ziel dieser Angebotserweiterung und des Einsatzes zusätzlicher finanzieller Mittel von rund zwei Millionen Euro ist es, neue Fahrgäste zu gewinnen", sagt Oberbürgermeister Markurth.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:


Einführung des Stadttakts
Taktharmonisierung auf den 15-Min-Grundtakt für die Hauptlinien des ÖPNV in Braunschweig. Damit kann die Fahrtenfolge von mehreren Linien auf gemeinsam befahrenen Abschnitten gleichmäßiger erfolgen.

Gut merkbare Abfahrzeiten
Die Fahrten im Grundtakt verkehren an Schul- und Ferientagen von Montag bis Samstag bis 20:30 Uhr zu den gleichen Abfahrtzeiten. Somit gelten an über 300 Tagen im Jahr von morgens bis abends durchgängig die gleichen Abfahrtzeiten.

Nachfrageorientierte Angebotsausweitung
An Schultagen Ergänzung des Angebotes auf stark nachgefragten Abschnitten und zu stark frequentierten Zeiten. Durch parallel verkehrende Bus- und Stadtbahnlinien entstehen 5-Minuten-, 7/8-Minuten- und 10-Minuten-Takte auf vielen Abschnitten im Netz.

Die neue Tram-Linie 10 als Ergänzungslinie der Tram 1
Die Linie 10 verkehrt zu den Hauptverkehrszeiten zwischen Hauptbahnhof und Lincolnsiedlung. Zur stärkeren Anbindung des Hauptbahnhofes an die Innenstadt An Schultagen zu denHauptverkehrszeiten alle 15 Minuten, sonst alle 30 Minuten. Die neue Linie fährt immer 5 Minuten vor der Linie 1.

Die Trams 1,10 und 2 verkehren zwischen Gesundheitsamt und John-F.-Kennedy-Platz im 5-Minuten-Takt

Erhöhung der Verlässlichkeit

In dicht besiedelten Gebieten werden die Bedienungszeiten in der Schwachverkehrszeit ausgeweitet. Das Angebot wird damit verlässlicher. Mit der Harmonisierung der Fahrtenfolge der Linien auf dicht befahrenen Abschnitten steigt zudem die Pünktlichkeit im gesamten Netz.

Wichtige Änderungen im Linienweg - Buslinien

  • 413 endet abwechselnd alle 30 Minuten an der Duisburger Straße, Westfalenplatz in Querum, ersetzt hier die Buslinie 443, und Bevenrode.

  • 413 ergibt für Bienrode und Waggum mit der Linie 424 (Anschluss an Tram 1 und 10 in der Lincolnsiedlung) 15-Minuten-Takt für Fahrten in und aus der Innenstadt

  • 418 endet am Rathaus – Fahrten nach Riddagshausen (Grüner Jäger) alle 60 Minuten

  • 423 – ersetzt Linie 443 zwischen Donauknoten Weststadt und Jasperallee – endet Herzogin-Elisabeth-Straße – keine Verbindung mehr nach Querum

  • Regiobuslinie 430 (ehemals 452) fährt bis Hauptbahnhof (ehemals Helmstedter Straße)


Alle Informationen zum neuen Stadttakt können auf der Website der BSVG eingesehen werden.


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