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Braunschweig: Begegnungszentrum soll Ladenzeile Leipziger Straße aufwerten



Begegnungszentrum soll Ladenzeile Leipziger Straße aufwerten

Der Stadtbezirksrat Braunschweig-Süd hat der Stadtverwaltung den Auftrag erteilt, im Rahmen eines „Leerstandsvermeidungskonzeptes“ auch die Einrichtung eines Begegnungszentrums zu prüfen.

Symbolbild
Symbolbild Foto: Pixabay

Braunschweig. Die Ladenzeile Leipziger Straße in Stöckheim war lange Zeit der lebendige Mittelpunkt dieses Braunschweiger Stadtteils. Seit Jahren liegen allerdings Teile dieses Häuserensembles brach, verwahrlosen und bieten einen schäbigen Anblick. So zumindest sieht es die BIBS im Stadtbezirksrat Braunschweig-Süd. Ein Begegnungszentrum oder einen Nachbarschaftsladen finde man zudem in diesem wachsenden Stadtteil nicht. So eine Einrichtung könnte die Ladenzeile Leipziger Straße aufwerten, so die BIBS in einer Pressemitteilung.



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Die Initiative „Ladenzeile Leipziger Straße“ setze sich seit nunmehr zwei Jahren mit diversen Aktivitäten – Unterschriftenlisten, Onlinepetition, Befragungen – dafür ein, dass diese Ladenzeile aufgewertet und ein Nachbarschaftsladen oder ein Begegnungszentrum für die Anwohner eingerichtet werde. Der Stadtbezirksrat Braunschweig-Süd habe nun in seiner Sitzung am 10. März einen eigenen Anlauf unternommen, diesen Zustand zu verbessern. Die SPD-Fraktion hatte einen Antrag dazu gestellt.



Stärkung der Treffpunktfunktion


Laut aktualisiertem Zentrenkonzept der Stadt Braunschweig soll nicht nur der Einzelhandel in der Innenstadt gestärkt werden, sondern in den Stadtteilen neben der Versorgung auch die „Erhaltung und Stärkung der Treffpunktfunktion“ gefördert werden. Diesen Hinweis griff die Gruppe BIBS/Die Linke im Stadtbezirksrat auf und beantragte eine entsprechende Ergänzung des SPD-Antrags in der Weise, dass die Einrichtung eines Begegnungszentrums ausdrücklich in die Planung einbezogen werden soll. Alle Fraktionen schlossen sich dem Ergänzungsantrag der Gruppe BIBS/Die Linke an.


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Es erging der Beschluss, die Verwaltung zu beauftragen, ein „Leerstandsvermeidungskonzept“ zu entwickeln, Gespräche mit den Eigentümern dieser Immobilien zu führen und zu prüfen, wie das Erscheinungsbild der Ladenzeile verbessert werden könne, damit sie insgesamt für Investoren attraktiver wird. Der Verwaltung wurde aufgetragen, den Bezirksrat in nicht-öffentlicher Sitzung im 2. Halbjahr 2022 über die Ergebnisse zu informieren.


„Quartier:HAUS“ Schwarzer Berg als Vorbild


Die Mitglieder der Bürgerinitiative seien mehr als erfreut über diese Entwicklung und drückten gemeinsam mit allen Bürgerinnen und Bürgern die Daumen, dass dieser Teil der Leipziger Straße bald ein verbessertes Erscheinungsbild erhält und an seine ursprüngliche Funktion anknüpfen kann, wohnortnahes Versorgungs- und Kommunikationszentrum sowie Identifikationsort für alle Stöckheimerinnen und Stöckheimer zu sein.

Die kürzlich erfolgte Eröffnung des Nachbarschaftstreffpunkts „Quartier:HAUS“ im Stadtviertel Schwarzer Berg im Norden der Stadt mache deutlich, wie bürgerschaftliches Engagement zum Erfolg führen könne. Gemeinsam mit der Bürgerinitiative vor Ort will die BIBS die weitere Entwicklung sehr aufmerksam begleiten.


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