Braunschweig bekommt weiteres Nachbarschaftszentrum

Der Rat hat am Dienstag die nötigen Finanzmittel bereitgestellt.

Das Nachbarschaftszentrum im Siegfriedvertel. Insgesamt gibt es schon sieben in der Stadt. Weitere sollen folgen. Archivbild
Das Nachbarschaftszentrum im Siegfriedvertel. Insgesamt gibt es schon sieben in der Stadt. Weitere sollen folgen. Archivbild | Foto: Alexander Dontscheff

Braunschweig. Braunschweig bekommt ein weiteres Nachbarschaftszentrum – noch in diesem Jahr. Mit einem gemeinsamen Antrag sorgen die Ratsfraktionen von SPD und Bündnis 90 / Die Grünen dafür, dass 2026 bereits das 7. Nachbarschaftszentrum in der Stadt an den Start gehen kann. Im Finanz- und im Verwaltungsausschuss wurde der Antrag für ein weiteres Nachbarschaftszentrum schon einstimmig unterstützt, am Dienstag folgte "Grünes Licht" durch den Rat der Stadt.



Dazu erklärt die Grüne Ratsfrau und sozialpolitische Sprecherin Dr. Elke Flake in einer Pressemitteilung: „Seit dem von uns Grünen initiierten Grundsatzbeschluss von 2018 ‚Bedarfsplan Nachbarschaftszentren‘ setzt sich unsere Ratsfraktion kontinuierlich für weitere Einrichtungen dieser Art ein. Nachbarschaftszentren sind wichtige Anlaufpunkte in den Stadtbezirken, um das demokratische Gemeinwesen und den sozialen Zusammenhalt dort zu stärken. Sie dienen als Kommunikationsorte beziehungsweise Treffpunkte und stellen eine wichtige Grundlage für bürgerschaftliches Engagement dar.“

Genügend Haushaltsmittel


Die Grüne Fraktionsvorsitzende und finanzpolitische Sprecherin Leonore Köhler ergänzt: „Um eine ausreichende Anzahl neu zu schaffender Nachbarschaftszentren in einem absehbaren Zeitraum umzusetzen, braucht es natürlich genügend Haushaltsmittel. Daher haben wir uns in den Haushaltsberatungen immer für die Bereitstellung entsprechender Gelder eingesetzt – zuletzt beim Doppelhaushalt 2025 / 2026. Mit dem aktuellen Antrag stellen wir nun zusammen mit der SPD sicher, dass das Ausbauprogramm für die Nachbarschaftszentren durch die späte Beschlussfassung des nächsten Doppelhaushalts 2027 / 2028 nicht ins Stocken gerät.“

„Jedes neue Nachbarschaftszentrum muss einzeln mit entsprechenden Haushaltsmitteln hinterlegt werden. Wir haben uns daher heute entschieden, noch freie Haushaltsmittel zu nutzen, um ein siebtes Nachbarschaftszentrum für Braunschweig auf den Weg zu bringen. So stellen wir sicher, dass das im Jahr 2022 anvisierte Ausbauprogramm fortgesetzt werden kann“, erläutert SPD-Ratsfrau Annegret Ihbe ebenfalls in einer Pressemitteilung. „Nachbarschaftszentren sind in Braunschweig nicht nur ein Begriff, sondern ein Qualitätssiegel. Ihre von SPD und Grünen einst beauftragte Konzeption wurde wissenschaftlich begleitet und mit hohen Standards ausgestattet. Sie sind daher ein wirklicher Mehrwert für die Stadtteile und ihre Bewohnerinnen und Bewohner“, so Ihbe weiter.

Wo ist noch nicht klar


Wo genau das siebte Nachbarschaftszentrum entstehen wird, soll zeitnah im Ausschuss für Soziales und Gesundheit diskutiert werden. Ihbe: „Investitionen in Nachbarschaftszentren sind Investitionen in einen starken sozialen Zusammenhalt unserer Stadt! Sie stärken das Ehrenamt, fördern Begegnung und tragen dazu bei, dass unsere Stadtteile lebendig und solidarisch bleiben.“

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