Braunschweig gewinnt bei Videowettbewerb "Heimat - Vertrieben" in Hannover

Eine Schülerin des Gymnasiums Hoffmann-von-Fallersleben-Schule holte den ersten Preis. Auch einige Abiturienten der Schule waren erfolgreich.

Geschichtslehrer Dr. Christian Mühling (li.) und Deniz Kurku (re.) mit einigen der erfolgreichen Schülerinnen der  Hoffmann-von-Fallersleben-Schule.
Geschichtslehrer Dr. Christian Mühling (li.) und Deniz Kurku (re.) mit einigen der erfolgreichen Schülerinnen der Hoffmann-von-Fallersleben-Schule. | Foto: Niedersächsische Staatskanzlei

Braunschweig. Knapp ein Drittel aller Deutschen haben Vorfahren aus den ehemals deutschen Ostgebieten – der Neumark, Hinterpommern, Schlesien, West- und Ostpreußen. Ihre Geschichte ist oftmals ins Vergessen geraten. Das sei umso verwunderlicher, als Flucht und Vertreibung in der Ukraine und dem Nahen Osten auch zentrale politische Probleme der Gegenwart darstellen. Das Schicksal von Vertriebenen gehört zu unserem Alltag. So heißt es in einer Pressemitteilung des Gymnasiums Hoffmann-von-Fallersleben-Schule Braunschweig.



Während die Erlebnisgeneration der deutschen Heimatvertriebenen in naher Zukunft nicht mehr als Zeitzeugen zur Verfügung stehen wird, hat der Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Deniz Kurku, in Zusammenarbeit mit dem Bund der Vertriebenen Niedersachsen, sich des Themas angenommen. Unter dem Motto „Heimat – Vertrieben“ hat er einen Videowettbewerb ausgeschrieben, dessen Gewinner am 8. April im Forum des Niedersächsischen Landtages durch ihn und Landtagspräsidentin Hanna Naber geehrt wurden.

Sechs Beiträge aus Braunschweig


Die Schülerinnen und Schüler interviewten Heimatvertriebene, Einheimische, Deutsche und Ukrainer. Die NDR-Moderatorin Annie Heger würdigte insbesondere die „sechs Beiträge aus Braunschweig, die einem engagierten Lehrer zu verdanken“ seien. Gemeint war der erste Preis von Emma Helene Haus aus Jahrgang 7 am Gymnasium Hoffmann-von-Fallersleben-Schule (HvF). Zwei dritte Preise gingen an die Gruppenbeiträge der Abiturienten Tonia Klabunde, Hannah Heinert, Emily Philipp beziehungsweise von Charlotte Bähr, Moira Klein und Juri Zender.

Eine der erfolgreichsten Schulen


Wie schon beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten zeichnete sich die HvF durch das Engagement des Geschichtslehrers Dr. Christian Mühling als eine der erfolgreichsten Schulen Niedersachsens aus.

Die Beiträge laden ein, sich nicht nur verstärkt mit der Geschichte von Krieg und Vertreibung, sondern auch mit der Geschichte von Migranten in der Einwanderungsgesellschaft zu beschäftigen, die integraler Bestandteil deutscher Identität seien.

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