Corona-Schonfrist vorbei: Pavillons am Ringerbrunnen sollen verschwinden

Schon 2020 sollten die Pachtverträge - unter anderem mit "Mandel-Meier" - gekündigt werden. Gegen den Abriss regte sich damals heftiger Protest.

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Archivbild Foto: Alexander Dontscheff

Braunschweig. Der geplante Abriss der Verkaufspavillons am Ringerbrunnen in der Innenstadt ist in den kommenden Wochen Thema in den städtischen Gremien. Die Stadtverwaltung schlägt vor, den Pachtvertrag mit dem Unternehmen ECE wie im Vorjahr angekündigt zum 31. Dezember 2022 zu kündigen. Von der zunächst bereits für 2020 geplanten Beendigung hatte die Stadtverwaltung vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie bis dato abgesehen. Nun sollen die Pläne zur städtebaulichen Aufwertung dieser hochfrequentierten Lage durch einen breiteren Bewegungsraum und bessere Blickbeziehungen umgesetzt werden. Das berichtet die Stadt Braunschweig in einer Pressemitteilung.


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Mit der Entfernung der Pavillons will die Verwaltung die räumliche Trennung zwischen dem Bereich Schuhstraße/Ringerbrunnen und dem Bereich Neue Straße/Sack aufheben und die Aufenthaltsqualität verbessern. "Die Pavillons sind stadtgestalterisch nicht mehr zeitgemäß, verdecken den Blick auf die anliegenden Betriebe und zudem beengen sie den Raum durch die Bebauung und zusätzlich durch die wartenden Gäste", so Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa.

Protest vor zwei Jahren


Mit Ausnahme der beiden aktuellen Mieter der Pavillons wird das Vorhaben von allen Betrieben, die unmittelbar von der Beseitigung der Pavillons betroffen sind, sowie vom Stadtmarketing und vom Arbeitsausschuss Innenstadt begrüßt. 2020 regte sich allerdings heftiger Protest, der auch von der Politik aufgegriffen wurde.

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"Angesichts der aktuellen Leerstands- und Mietpreissituation sollten gute Möglichkeiten bestehen, alternative Standorte für die aktuellen Mieter zu finden", so Leppa. Dabei habe die Wirtschaftsförderung den Betroffenen in den zurückliegenden zwei Jahren ihre Unterstützung angeboten und werde das bei Interesse der Betreiber auch weiterhin tun, so Leppa.


Das ist geplant


Nach Abbau der Pavillons durch die Pächterin ECE soll die Fläche für die Passanten ausgeweitet werden. Die Sichtachse zwischen Ringerbrunnen und Welfenhof, aber auch auf die anliegenden Betriebe, die bisher im Blickschatten der Pavillons liegen, wird freigeräumt. Die anliegenden Gastronomen werden einen Teil der Fläche für ihre Freisitze nutzen, zudem sollen die zurückbleibenden Stromkästen mit einer Bank verkleidet werden.

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Nach Vorberatungen im Stadtbezirksrat 130 Mitte, im Wirtschaftsausschuss und im Ausschuss für Planung und Hochbau soll der Verwaltungsausschuss in seiner nächsten Sitzung über das Vorhaben entscheiden.n.


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