Darum fahren bald Autos mit Kameras durch die Straßen

Bereits ab dem kommenden Montag sind im Stadtgebiet wieder Autos mit Kameras unterwegs.

Symbolbild.
Symbolbild. | Foto: Alexander Dontscheff

Mehr regionalHeute.de bei Google sehen?

Jetzt als bevorzugte Quelle festlegen

Braunschweig. Zum dritten Mal werden ab Montag, 22. Juni, Straßenpanoramabilder im Stadtgebiet aufgenommen. Spezielle Fahrzeuge der Firma iNovitas sind mit Kameras und Laserscannern ausgestattet. Damit ist es möglich, hochauflösende und georeferenzierte 360-Grad-Panoramabilder zu erstellen, wie die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung berichtet.



Die Befahrung erfolge voraussichtlich mit ein bis zwei Fahrzeugen und dauere je nach Witterungsbedingungen bis zu sechs Wochen. Befahren werden alle öffentlichen Straßen (außer den Autobahnen) und die Fußgängerzone der Innenstadt. Darüber hinaus das Ringgleis und Wege in ausgewählten Parkanlagen. "Die Straßenpanoramabilder sind weiterhin ein wichtiger Baustein zur Digitalisierung der städtischen Infrastruktur und stellen eine ideale Ergänzung des Geodatenportfolios der Stadtverwaltung zur Unterstützung effektiver digitaler Arbeitsprozesse dar", erläutert Stadtbaurat und Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa.

"In der Stadtverwaltung werden die Panoramabilder seit Anfang 2020 fachübergreifend in vielen Organisationseinheiten aktiv genutzt und haben sich zum meistgenutzten Fachdatensatz entwickelt", fügt Axel Teschke, Leiter der Abteilung Geoinformation, hinzu. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung stehen 3-D-Aufnahmen des Straßenraumes zur Verfügung, die – im Unterschied zu Google Street View – flächendeckend und zu definierten Zeitpunkten erfasst und professionell ausgewertet werden können.

Einsparung von Außenterminen


Die Bilder würden die Möglichkeit bieten, vom Arbeitsplatz aus ohne aufwändige Ortsbesichtigung örtliche Gegebenheiten zu beurteilen und diese mit Messungen zu ergänzen. Damit könne eine Vielzahl von Außenterminen eingespart werden. Die Aufnahmen unterstützen demnach unter anderem bei der Prüfung von Planungsszenarien, der Koordinierung von Baumaßnahmen, der Beurteilung von Verkehrssituationen oder im Rahmen der Einsatzvorbereitung der Feuerwehr. Darüber hinaus würden sie fachübergreifend bei verschiedensten weiteren Fragestellungen helfen und organisationsübergreifende Abstimmungsprozesse erleichtern.

Über 390.000 Bilder


Bei den vorhergehenden Kampagnen im Herbst 2019 und Frühjahr 2022 seien jeweils zirka 950 Kilometer Straße befahren und dabei insgesamt über 390.000 Bilder aufgenommen worden. Mit der erneuten Befahrung werde der Datenbestand vollständig aktualisiert, da sich die mittlerweile überwiegend vier Jahre alten Bilder nicht mehr verlässlich nutzen lassen. Mit der Wiederholungsbefahrung könnten zudem zwischenzeitliche Veränderungen deutlich gemacht und Vergleiche zu zurückliegenden Befahrungen gezogen werden.

Das geschieht mit den Aufnahmen


Die realistischen Aufnahmen sollen in der Stadtverwaltung zugangsgeschützt ausschließlich einem berechtigten Personenkreis über das interne städtische Geoinformationssystem für die kommunale Aufgabenerledigung zur Verfügung stehen. Sie werden demnach nicht an Dritte weitergegeben. Aus datenschutzrechtlichen Gründen sollen alle Gesichter und Kfz-Kennzeichen durch Verpixelung unkenntlich gemacht werden. Der Einsatz der Bilder erfolge konform zur Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Die ausführende Firma iNovitas Deutschland GmbH ist laut Stadtverwaltung einer der marktführenden Spezialisten in der Erstellung von Umgebungsaufnahmen und verfügt über 25 Jahre Erfahrung. Detailliertere Informationen zum Thema Datenschutz können online eingesehen werden. Weitere Informationen sowie eine Kontaktmöglichkeit mit der ausführenden Firma gibt es hier.