Braunschweig. Eintracht Braunschweig hat am heutigen Freitagabend im dritten Spiel der Zweitliga-Saison eine bittere Niederlage kassiert. Trotz einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung unterlag die Eintracht Hertha BSC mit 3:5. Überschattet wurde die Partie zudem von Vorfällen im Heimbereich.
Nach einem starken Start der Hausherren brachte Yann Sturm die Eintracht in der 10. Minute in Führung. Als Kevin Ehlers in der 33. Minute auf 2:0 erhöhte, schien die Partie zugunsten der Braunschweiger zu laufen. Doch die Berliner Gäste schlugen noch vor der Pause zurück: Jon Dagur Thorsteinsson verkürzte in der 44. Minute, ehe Josip Brekalo in der Nachspielzeit der ersten Hälfte den 2:2-Ausgleich erzielte.
Hertha dreht das Spiel nach dem Seitenwechsel
Nach der Pause kippte die Begegnung endgültig. Ein unglückliches Eigentor von Kevin Ehlers brachte Hertha BSC in der 53. Minute erstmals in Führung. In der 69. Minute baute Brekalo den Vorsprung per Strafstoß auf 4:2 aus, bevor Oluwaseun Adewumi in der 87. Minute mit dem 5:2 für die Vorentscheidung sorgte. Der anschließende Treffer von Jan Urbich in der 88. Minute zum 3:5-Endstand bedeutete nur noch Ergebniskosmetik aus Braunschweiger Sicht.
Ausschreitungen und Verletzte
Während die Polizei zur Halbzeit beim Stand von 2:2 noch ein durchweg positives Fazit zog, wurde die Lage in der Pausenunterbrechung im Stadion unruhig. Im Fanblock des Heimbereichs kam es zu handfesten körperlichen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern von Eintracht Braunschweig und dem Ordnungsdienst, berichtet die Polizei. Polizeikräfte mussten im Block einschreiten, um die Situation zu beruhigen. Nach aktuellem Stand wurden dabei fünf Ordner sowie ein Polizeibeamter verletzt. Die Beamten leiteten Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs, tätlichem Angriff und Nötigung ein. Zudem drohen weitere Verfahren, da im Braunschweiger Heimbereich während und nach dem Spiel dauerhaft Pyrotechnik gezündet wurde.

