Braunschweig. Im Rahmen des Projektes "CoLiving Campus" soll am Campus Nord der Technischen Universität (TU) Braunschweig am Bienroder Weg in Kooperation mit der Stadt Braunschweig ein neuartiges Wissenschaftsquartier entstehen. Ziel ist eine gemeinschaftlich orientierte Mischnutzung von Gebäuden und Freiflächen, die Raum für Wohnen, Forschen, Lernen und Arbeiten ebenso wie für Erholung und Freizeit bietet.
Am heutigen Freitag ist nun ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Realisierung des "CoLiving Campus" erreicht worden: Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum und TU-Präsidentin Prof. Angela Ittel haben im Beisein des Niedersächsischen Ministers für Wissenschaft und Kultur, Falko Mohrs, einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, der die grundsätzliche Bereitschaft aller Partner festlegt, die Projektplanung CoLiving Campus und insbesondere die Bauleitplanung weiter voranzutreiben. Das berichten Stadt und TU Braunschweig in einer gemeinsamen Pressemitteilung.
"Ein Reallabor für die Zukunft"
Minister Falko Mohrs beglückwünschte die Stadt zu diesem weiteren Meilenstein zur Realisierung des CoLiving Campus: "Mit dem CoLiving Campus entsteht in Braunschweig ein Wissenschaftsquartier, das neue Maßstäbe für das Zusammenspiel von Hochschule und Stadtgesellschaft setzen wird. Er ist ein Reallabor für die Zukunft, in dem neue Formen des Lernens, Forschens, Arbeitens und Zusammenlebens erprobt werden. Dass Stadt und TU diesen Weg gemeinsam und unter breiter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger gehen, macht den CoLiving Campus zu einem besonderen Zukunftsprojekt für Braunschweig und ganz Niedersachsen."
Dr. Thorsten Kornblum, Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig: "Mein besonderer Dank gilt dem Land Niedersachsen, das unser Vorhaben unterstützt und damit der TU Braunschweig und der Stadt Braunschweig ermöglicht, die Flächen des Campus Nord zu einem kooperativen Wissenschaftsquartier weiterzuentwickeln – einem Ort, der Leben, Lernen, Forschen und Arbeiten miteinander verbindet. So wird unsere Wissenschaftsstadt um ein Quartier bereichert, das Wissenschaft auf ganz neue Weise sichtbar und erlebbar macht. Zugleich entsteht ein Ort, der bereits in seiner Entwicklungsphase auf Austausch und Beteiligung setzt und damit zeigt, wie Wissenschaft und Stadtgesellschaft gemeinsam Zukunft gestalten können."
"Nicht auf akademischer Insel"
TU-Präsidentin Prof. Dr. Angela Ittel hob hervor: "Wissenschaft findet bei uns nicht auf einer akademischen Insel statt, sondern in einem Ökosystem aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft. Dass Menschen aus Universität und Stadtgesellschaft von Anfang an ihre Ideen eingebracht haben, verleiht dem Projekt auch eine klar demokratische Dimension. Mit der heutigen Kooperationsvereinbarung legen wir den Grundstein, um diese gemeinsame Vision nun in die nächste Planungsphase zu führen."
Die Basis für die Bauleitplanung bildet der Entwurf von NUWELA Büro für Städtebau und Landschaftsarchitektur und Studio Sebastian Klawiter. Dieser soll nun konkretisiert werden. Nach deren Konzept soll sich der Campus Nord öffnen und Wohnen, urbane Landschaft, soziale Gemeinschaft sowie Lehre und Forschung zusammenbringen.
Anbindung zum Ringgleis
So soll nach Süden eine Anbindung zum Ringgleis sowie eine Anbindung an den Bienroder Weg und den Campus Ost entstehen. Darüber hinaus sollen die vorhandenen Grün- und Freiraumstrukturen entlang des Ringgleises gestärkt werden. Durch den öffentlichen Nutzungsschwerpunkt am östlichen Ende der Achse sollen die beiden Campusbereiche funktional und räumlich verknüpft werden.
Bevor das Bebauungsplanverfahren beginnen kann, muss der vorliegende Entwurf konkreter ausgearbeitet und überarbeitet werden. Dabei wird unter anderem festgelegt, wie die Abgrenzung der zu tauschenden Flächen erfolgen soll. Außerdem werden die Hinweise des Preisgerichts aufgenommen. Etwa zur Regenwasserversickerung, zum Mobilitätskonzept und zur geplanten Nutzung rund um den zentralen Campus-Platz. Anschließend werden die nächsten Verfahrensschritte der Bauleitplanung eingeleitet.
Weitere Informationen zum Projekt CoLiving Campus unter www.coliving-campus.de.

