Braunschweig. In den Gewerbegebieten "Waller See", "Hansestraße" und "Am Hafen" ist eine Flexzone des städtischen Fahrradverleihsystems VELOLEO für einen räumlich und zeitlich begrenzten Pilotversuch eingerichtet worden. Dort können die Leihfahrräder ab sofort unabhängig von einer Station abgestellt werden. Auf diese Weise sind jetzt deutlich mehr Ziele mit dem System erreichbar, heißt es in einer Mitteilung der Stadt am heutigen Freitag.
In der Innenstadt und in den Ringgebieten gewährleistet die Stationsdichte, dass ein Fahrrad in der Regel innerhalb von drei Minuten zu Fuß erreichbar ist. In den Außenbezirken lässt sich dieser Wert aufgrund der räumlichen Ausdehnung nicht flächendeckend mit Stationen abbilden. Deshalb wurde probeweise eine Flexzone eingerichtet.
Bessere Verknüpfung von ÖPNV und Fahrrad
Die Flexzone erleichtert auch die Verknüpfung von ÖPNV und Leihfahrrad: Stadtbahn- und Bushaltestellen mit VELOLEO-Station ermöglichen den bequemen Umstieg (siehe Karte an beigefügter Gremienmitteilung mit weiteren Einzelheiten). Beispielsweise können die Stadtbahnhaltestellen "Heideblick", "Hansestraße Ost" und "Carl-Miele-Straße" als gute Umstiegspunkte dienen, so dass VELOLEO Zubringer für die "erste oder letzte Meile" wird. Das bringt Vorteile für Kunden und Beschäftigte der ortsansässigen Betriebe. Wer im Schichtdienst arbeitet, bleibt mit dem Verkehrsmittel-Mix auch zu den Tagesrandzeiten ohne Pkw besser mobil. So stärkt die Flexzone den Wirtschaftsstandort.
Einjährige Pilotphase
Weitere Informationen über das Verleihsystem unter www.nextike.de/veloleo. Dort ist auch die nextbike-App verlinkt. Sie kann im iOS App Store oder bei Google Play heruntergeladen werden. Kombiniert mit dem Ortungssystem, zeigt die App auf dem Smartphone jederzeit, wo sich die nächste Station oder das nächste freie Fahrrad in der Flexzone befindet. Mit einem Account können Fahrräder des VELOLEO-Partners nextbike zudem auch in zahlreichen weiteren deutschen und europäischen Städten ausgeliehen werden.
Der Pilotversuch ist zunächst mit einer Laufzeit von einem Jahr bemessen. Aufgrund der dann vorliegenden Daten und Erfahrungen wird entschieden, ob die Flexzone in den Regelbetrieb übergehen soll.

