Galeria-Standort vorerst gesichert: Kaufhaus präsentiert Lösung

Neue Mietkonditionen und angepasste Flächen: Das Warenhaus bleibt Braunschweig erstmal erhalten.

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Der Galeria-Standort in Braunschweig bleibt vorerst bis April 2028 erhalten.
Der Galeria-Standort in Braunschweig bleibt vorerst bis April 2028 erhalten. | Foto: Matthias Kettling

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Braunschweig. Seit Monaten beherrscht dieses Thema die Gespräche zur Braunschweiger Innenstadt: Der Warenhaus-Konzern Galeria stellt seine Standorte auf den Prüfstand. Was bedeutet das für das Karstadt-Kaufhaus in der Schuhstraße in der Braunschweiger Innenstadt? Nun verkündet Galeria: Es gibt eine Lösung in der Löwenstadt.



Unter anderem hatte der Konzern versucht, neue Mietkonditionen für 33 seiner Warenhäuser zu verhandeln. In Braunschweig hieß das: Es wurden Gespräche mit der Volksbank BRAWO als Eigentümerin des Kaufhauses geführt. Während es an zahlreichen Standorten in Deutschland noch keine Lösung gibt, verkündet Galeria heute: "In Braunschweig haben die Verhandlungen zu einem ersten Erfolg geführt." Demnach könne der Galeria-Standort in der Schuhstraße "auf einer neuen Vertragsbasis mindestens bis Ende April 2028 weitergeführt werden."

Neue Mietkonditionen sichern Galeria-Standort Braunschweig


Nach "intensiven Gesprächen" hätten sich Galeria und die Volksbank BRAWO auf angepasste Mietkonditionen verständigt, zu denen sie nicht weiter ins Detail gehen. "Damit ist die Grundlage für den mittelfristigen Erhalt des Warenhauses geschaffen", teilt der Konzern mit. Die neuen Mietkonditionen gelten demnach ab dem 1. Oktober 2026. Die Einigung bewertet der Konzern als wichtigen Erfolg nicht nur für sich, sondern auch für die Volksbank und den innerstädtischen Handel am Standort Braunschweig.


Für Thorsten Kornblum sei diese Einigung zum "Erhalt des letzten großen Warenhauses eine Stärkung mit Signalwirkung", erklärt der Oberbürgermeister in einem Statement in den sozialen Medien. Weiter sagt Kornblum dort: "Für die Beschäftigten ist das eine immens wichtige Nachricht in wirtschaftlich angespannten Zeiten." Braunschweigs Verwaltungschef bedankt sich zudem "bei allen Beteiligten, die sich zum Teil seit Jahren in intensiven Gesprächen um den Erhalt von Galeria in der Schuhstraße bemühen." Nun gehe es darum, eine langfristige Perspektive für den Standort zu schaffen.

Kaufhaus in Braunschweig langfristig gesichert?


Die langfristige Sicherung des Kaufhaus-Standortes steht jedenfalls noch aus. Bisher geht die Einigung nur bis April 2028, aber Galeria und Volksbank würden "ihren konstruktiven Austausch weiterhin fortsetzen". Das Ziel sei für beide, "eine langfristige Perspektive für den Standort über 2028 hinaus" zu erarbeiten. Das hatten auch Vorstandsmitglieder der Volksbank erst kürzlich im Bilanzpressegespräch durchblicken lassen.


Kaufhaus-Fläche muss angepasst werden


Für Galeria stehe derweil fest: Dafür müsse auch die Fläche angepasst werden, damit das Kaufhaus profitabel betrieben werden kann. "Die Größe der Gesamtimmobilie und die damit verbundenen operativen Kosten stellen besondere Anforderungen an den wirtschaftlichen Betrieb des Warenhauses. Die nun gefundene Lösung gibt dem Standort Planungssicherheit", teilt Galeria mit. Die Verkaufsfläche soll also kleiner werden.

Zur Einigung zwischen Kaufhaus-Kette und Vermieterin wird Heiner Arnoldi, Vorstandsmitglied der Volksbank BRAWO, in der Pressemitteilung so zitiert: „Als lokal verwurzelte Bank liegen uns die Stadt und die Menschen, die hier leben und arbeiten, besonders am Herzen. Braunschweig zeigt, was möglich ist, wenn alle Beteiligten aufeinander zugehen und gemeinsam an einem Ziel arbeiten. So lassen sich Arbeitsplätze sichern, ein wertvoller Anziehungspunkt für die Innenstadt erhalten und der Standort Braunschweig gewinnt klare Zukunftsaussichten."