Braunschweig. Am Mittwoch und Donnerstag, jeweils zwischen 18 und 19 Uhr, kam es in Braunschweig zu gefährlichen Eingriffen in den Bahnverkehr. Das teilt die Bundespolizei mit, die jetzt in diesen Fällen ermittelt.
Bereits am Mittwoch, gegen 18:15 Uhr, legten demnach unbekannte Täter im Bereich der Timmerlahstraße mehrere Schottersteine auf die Gleise, die im Anschluss durch einen durchfahrenden ICE überfahren wurden. Glücklicherweise entstand dabei kein schädigendes Ereignis, teilt die Bundespolizei mit.
Güterzug überfährt Europalette
Am Donnerstag, gegen 18:40 Uhr, überfuhr an gleicher Stelle ein Güterzug eine Europalette und mehrere Schottersteine. Daher musste das Richtungsgleis von Braunschweig nach Groß Gleidingen für gut 1,5 Stunden gesperrt und weitere Züge umgeleitet werden. Mitarbeiter der Deutschen Bahn räumten die überfahrenen Gegenstände aus dem Gleisbereich und untersuchten den Unfallort auf Beschädigungen ab. Alarmierte Bundespolizisten aus dem Bundespolizeirevier Braunschweig klärten den Tatortbereich auf und sicherten Spuren von überfahrenen Steinen auf den Gleisen sowie der Europalette. Nach jetzigem Stand wurde kein Schaden am Zug festgestellt.
Die Beamten leiteten jeweils Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. Zeugen des Geschehens werden gebeten, sich mit Hinweisen zu der Tat oder den Tätern unter folgender Telefonnummer zu melden: 0511/303650.
Ein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr ist eine schwere Straftat, die mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren geahndet wird. Handlungen, wie das Hindernisse-Bereiten zum Beispiel durch das Auflegen von Gegenständen oder Beschädigen von Anlagen gefährden Leib, Leben sowie wertvolle Güter. Auch fahrlässiges Handeln wird bestraft. Zudem birgt der unerlaubte Aufenthalt auf Bahnanlagen viele weitere Gefahren, erklärt die Bundespolizei.

