Braunschweig. Das Thema ist derzeit überall allgegenwärtig – sobald jemand von Fieber berichtet und sich in letzter Zeit in Afrika aufgehalten hat, bricht Panik aus. Die Angst vor Ebola hat auch Deutschland erreicht. Doch ist das gerechtfertigt und wie gut ist Braunschweig auf einen möglichen Fall vorbereitet?
Maßgeblich für die Einschätzung der Gefährdungslage durch das Ebolafieber in Deutschland und entsprechende Präventionsmaßnahmen ist die Risikobewertung durch das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin. Sie lautet derzeit: „Es besteht nur ein geringes Risiko, dass eine mit dem Ebolavirus infizierte Person nach Deutschland einreist. Sollte dennoch ein Patient einreisen, ist eine Ausbreitung des Ebolavirus in Deutschland aufgrund der guten medizinischen Versorgung und Vorbereitungen auf solche Ereignisse praktisch ausgeschlossen. …Falls eine mit dem Ebolavirus infizierte Person erst in Deutschland erkrankt, würde sie - sobald der begründete Verdacht auf Ebolafieber feststeht - ebenfalls in eine Sonderisolierstation eingewiesen. Alle Personen, die mit ihr engen Kontakt hatten, werden vom zuständigen Gesundheitsamt durch Befragung des Patienten und dessen Angehörigen oder Betreuern ermittelt und registriert, über die mögliche Infektion informiert und in ihrem Alltagsumfeld 21 Tage lang auf ebolatypische Symptome hin überwacht. Bevor Symptome auftreten, sind mit dem Ebolavirus infizierte Menschen nicht ansteckend.“
Ein gemeinsamer Plan
Die Pressstelle der Stadt Braunschweig erklärt dazu: "Sollte es einen begründeten Verdachtsfall auf Ebolafieber in Braunschweig geben, greift neben dem grundsätzlich geltenden Infektionsabwehrplan des Landes Niedersachsen ein Maßnahmenplan, den das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) zusammengestellt hat. Den finden Sie hier. Vergleichbare Regelungen gibt es in allen Bundesländern. Sie basieren auf den Risikoabschätzungen und Empfehlungen des RKI. Diese sind auch für das Gesundheitsamt der Stadt Braunschweig maßgeblich. Um für einen möglichen Verdachtsfall gewappnet zu sei, hat das Gesundheitsamt mit anderen Institutionen, insbesondere Klinikum und Rettungsdiensten, den Maßnahmenplan erörtert und abgesprochen." Es scheint also alles gut vorbereitet zu sein. Es bleibt zu hoffen, dass der Ernstfall nicht eintrifft.

