Bilanz zum bundesweiten Warntag: Fast alle Menschen erreicht

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz legt Zahlen aus einer Umfrage vor.

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Symbolbild | Foto: Rudolf Karliczek

Region. Nach dem insgesamt fünften bundesweiten Warntag, der im Januar auch in Kommunen in unserer Region stattgefunden hat , sind die Warnkanäle und der Warnmix in Deutschland heute sehr vielen Menschen bekannt. Das ist ein Ergebnis einer Online-Umfrage, die das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zum Bundesweiten Warntag 2025 durchgeführt hat. Die Daten sind jetzt laut einer Pressemitteilung des Bundesamts ausgewertet, insgesamt wurden für die Erhebung 117.073 Online-Umfragebögen erfasst.



Wie im Vorjahr wurden 97 Prozent der Befragten laut der Pressemitteilung des Bundesamts über mindestens einen Warnkanal gewarnt. 82 Prozent der Befragten meinen, dass der bundesweite Warntag 2025 gut verlaufen ist. Damit verbessert sich der Aufwärtstrend der letzten Jahre nochmal um weitere zehn Prozentpunkte. Für knapp drei Viertel der Befragten hat der gute Verlauf des Warntages gezeigt, dass man sich auf das Warnsystem in Deutschland verlassen kann.

Effektivste Warnkanäle: Cell Broadcast, Warn-App und Sirenen


Der nach wie vor reichweitenstärkste Warnkanal ist Cell Broadcast, 73 Prozent der Befragten erhielten hierüber eine Probewarnung. Die Wahrnehmung von Warnmeldungen über Warn-Apps (67 Prozent) sowie von Sirenensignalen (65 Prozent) hat sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls deutlich verbessert (2024: jeweils 59 Prozent). Die Warnkanäle Cell Broadcast, Sirenensignale und Warn-Apps erhielten wie im Vorjahr die höchsten Zustimmungswerte im Hinblick auf ihre Wirksamkeit. 91 Prozent bzw. 92 Prozent (bei Cell Broadcast) der Befragten bewerteten sie als wirkungsvoll oder sehr wirkungsvoll.

Interesse an weiteren Informationen


Auch die Themen Warnung allgemein und Notfallvorsorge waren Teil der Befragung. Dabei gaben drei Viertel der Befragten (76 Prozent) an zu wissen, wie sie in Notfällen und Katastrophen gewarnt werden. Weniger als die Hälfte (43 Prozent) fühlt sich jedoch gut über Notfall- und Katastrophenrisiken, die sie betreffen könnten, informiert. Rund sechs von zehn Befragten wünschen sich daher mehr Informationen über Notfall- und Katastrophenrisiken (61 Prozent) oder über die Vorsorge für solche Ereignisse (59 Prozent).