Mit Städtebaufördermitteln: Am Ringgleis entsteht ein neuer Ort der Begegnung

Das neue Gebäude ergänzt das bestehende in der Hugo-Luther-Straße und ermöglicht dem Verein, sein Angebot auszuweiten. Die Stadt errichtet das Gebäude, überlässt es dem Verein zur Nutzung und fördert auch den Betrieb.

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Symbolfoto. | Foto: Pixabay

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Braunschweig. Das Mütterzentrum Braunschweig e.V./Mehrgenerationenhaus erhält ein weiteres Gebäude am Westbahnhof. In dem Neubau sollen mehr Möglichkeiten für Begegnungen und Beratungen insbesondere für Mütter bzw. werdende Mütter entstehen. Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum hat dafür heute mit Vertreterinnen und Vertretern des Vereins und des Stadtbezirks den ersten Spatenstich gesetzt, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.



Im neuen Gebäude ist unter anderem ein Eltern--Kind-Café mit Spielecke und Außenbereich geplant. Das neue Gebäude ergänzt das bestehende in der Hugo-Luther-Straße und ermöglicht dem Verein, sein Angebot auszuweiten. Die Stadt errichtet das Gebäude, überlässt es dem Verein zur Nutzung und fördert auch den Betrieb.

Ein Ort, viele Möglichkeiten


"Der Verein hat im Westlichen Ringgebiet und darüber hinaus eine unschätzbare integrative Funktion", sagte der Oberbürgermeister. "Das Mütterzentrum richtet sich mit seinen Angeboten an alle Altersgruppen und ist ein Anlaufpunkt für viele Menschen, insbesondere auch solchen mit Zuwanderungsgeschichte und in schwierigen Lebenslagen."

Kornblum weiter: "Ich freue mich, dass die Stadt nun – mit Unterstützung von Städtebaufördermitteln von Bund und Land – einen wichtigen Beitrag dafür leisten kann, dass der Verein sein Angebot weiter ausbauen und dem steigenden Bedarf nachkommen kann. Direkt am Ringgleis entsteht ein zusätzlicher, gut erreichbarer und baulich ansprechender Ort, der zum Austausch untereinander und für die Beratungen einlädt."

Fertigstellung im kommenden Jahr


Das neue Haus entsteht am Westbahnhof auf der Fläche eines mittlerweile abgerissenen ehemaligen Bahnhofsgebäudes. Es wird eingeschossig und in Holzbauweise errichtet. Neben einem großen Saal der geteilt werden kann in Café und Mehrzweckraum sind auf einer Gesamtfläche von etwa 260 Quadratmetern eine Küche für den Cafébetrieb sowie Personalräume und ein Büro geplant. Der Multifunktionsraum kann auch anderen Initiativen oder Gruppen aus dem Stadtteil überlassen werden. Eine Terrasse sowie ein Kiosk mit Außenverkauf werden ebenso zum Ringgleis hin ausgerichtet wie die Toilettenräume.

Der neue Ort und seine Infrastruktur richtet sich insbesondere an die Angebote wie der Offene Mittagstisch und die offene Kinderbetreuung, die in der Hugo-Luther-Straße an räumliche Grenzen stoßen. Die Küche soll auch als Lehrküche für Menschen mit Schwierigkeiten bei der Vermittlung auf dem Arbeitsmarkt dienen.

Der Fertigstellung ist für Mitte 2027 geplant. Die Gesamtkosten belaufen sich nach aktueller Kenntnis auf etwa 3,2 Millionen Euro. 2 Millionen Euro kommen von Bund und Land aus dem Programm "Sozialer Zusammenhalt", den restlichen Betrag finanziert die Stadt Braunschweig.

Das Mütterzentrum Braunschweig


Der Verein Mütterzentrum Braunschweig/Mehrgenerationenhaus bietet eine Vielzahl von Aktivitäten. Dazu gehören Babygruppen, Hausaufgabenhilfe, Strickcafé, Gesprächskreise, Wunschgroßelternvermittlung, Sprachförder- und Sprachlernangebote, Beschäftigungsprojekte in der Küche und im Secondhandladen sowie Bewegungsangebote wie Tanz, Spazierengehen, Hip Hop für Kinder oder Bauchtanz.

Neben vielen Gruppenangeboten finden auch umfangreiche Beratungstätigkeiten – allgemeine Sozialberatung, Außensprechstunden des Jobcenters oder der Schuldnerberatungsstelle – statt. Daneben beteiligt sich der Verein als Mitglied der Stadtteilkonferenz an der Organisation und Durchführung vieler Stadtteilaktivitäten und -feste (Stadtteilfest, Pflanzentauschmarkt, Gesundheitsfest, Laternenumzug, Flohmarkt, Hausfest etc.).