Mitarbeiter vor Infektionen schützen: ver.di sieht Arbeitgeber in der Pflicht

ver.di-Geschäftsführer Sebastian Wertmüller erwartet, dass Betriebe und Verwaltungen im Dienstleistungsbereich zusätzliche Anstrengungen unternehmen, um der Infektionsgefahr zu begegnen.

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(Symbolbild) | Foto: Marvin König

Braunschweig. Der erneute Lockdown stellt Beschäftigte vor viele Herausforderungen: Kinderbetreuung aufgrund geschlossener Kitas, Anforderungen an ein „Homeschooling“ bei Erwerbstätigkeit und schlechten technischen und didaktischen Voraussetzungen, Infektionsgefahren in öffentlichen Verkehrsmitteln und am Arbeitsplatz. Vor diesem Hintergrund erwartet ver.di-Geschäftsführer Sebastian Wertmüller, dass Betriebe und Verwaltungen im Dienstleistungsbereich zusätzliche Anstrengungen unternehmen, um der Infektionsgefahr zu begegnen, wie er in einer Pressemitteilung berichtet.


„Es ist vernünftig, im privaten Bereich auf Distanz und möglichst wenige Kontakte zu achten. Das gilt für die Arbeitswelt aber auch!“ Vor diesem Hintergrund appelliert Wertmüller an die Arbeitgeber, alles zu tun, um Infektionen zu vermeiden. Betriebliche Maßnahmen sollten mit den Beschäftigten oder deren gewählten Vertretern, den Betriebs- und Personalräten vereinbart werden.

Exemplarisch weise ver.di dabei auf verschiedene Möglichkeiten hin, die Arbeitgeber zur Verfügung stünden. Dazu zählen unter anderem die Ermöglichung von Homeoffice im größeren Umfang, die technische, ergonomische und organisatorische Verbesserung des Homeoffice, die Arbeit in getrennten Teams, flexiblere Arbeitszeiten, zusätzliche Pausen für Beschäftigte, die mit Mund-Nasen-Schutz arbeiten müssen, Bereitstellung kostenloser Masken, regelmäßige Testangebote in der Arbeitszeit für Beschäftigte, die im Kontakt mit anderen Menschen arbeiten sowie die Ermöglichung des Impfens während der Arbeitszeiten.

Vieles davon könne nur unter den jeweiligen betrieblichen Voraussetzungen gestaltet werden, aber das müsse jetzt geschehen. Wertmüller: „Dem Virus ist es egal, wo es sich verbreitet, im privaten Umfeld oder bei der Arbeit. Aber überall kann man dagegen etwas gegen die Verbreitung tun!“


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