Braunschweig. Ein neues Verkehrsprojekt geht in der Region an den Start: „MORE – Mobilität regional entwickeln“. Dabei soll ein Mobilitätsplan für die gesamte Region entwickelt werden.
Der Regionalverband Großraum Braunschweig gab jetzt laut einer Pressemitteilung für das Projekt den Startschuss. „Verkehre machen in vielen Fällen nicht an Stadtgrenzen Halt und so ist es sinnvoll, eine Strategie für die gesamte Region zu entwickeln“, ist Verbandsdirektor Ralf Sygusch überzeugt. „Wir wissen, dass unsere Städte und Gemeinden sehr unterschiedlich sind und passgenaue Lösungen brauchen, die in den regionalen Kontext eingebettet sind.“
Verkehrssituation auf dem Prüfstand
Im ersten Schritt soll die aktuelle Verkehrssituation im gesamten Verbandsgebiet über alle Verkehrsmittel hinweg analysiert werden – Bahn, Bus, Auto, Fahrrad, zu Fuß. So sollen zentrale Herausforderungen wie zum Beispiel schlechte Erreichbarkeiten, fehlende Verkehrsangebote
(Infrastruktur, ÖPNV) oder mangelnde Barrierefreiheit, aber auch Chancen wie Digitalisierung und Verknüpfung von Verkehrsmitteln, Erhöhung der Lebensqualität und Teilhabe sichtbar gemacht werden.
Alle Ergebnisse der Analyse fließen in einem Mobilitätsreport zusammen. Ausgangslagen, Herausforderungen und Potenziale werden dargestellt. Zudem werden Daten und Analysen für die Kommunen und Landkreise des Verbandsgebietes bereitgestellt, die wiederum als Grundlage für eigene Mobilitäts- und Verkehrsplanung dienen.
„Mit unserem Ansatz sorgen wir dafür, dass sich vorliegende Mobilitäts-Strategien aus einzelnen Kommunen in einem Gesamtkonzept wiederfinden, um für die Region Impulse für die Weiterentwicklung nachhaltiger Mobilität zu setzen“, beschreibt Sygusch die Motivation.
„Damit fördern wir den Austausch zwischen den Kommunen über die aktuellen Fragen der Mobilität, über Ideen und Lösungen“, sagt der Verbandsdirektor.
Die Erstellung des Mobilitätsreports für die Region Großraum Braunschweig reiht sich ein in die Mobilitätsstrategie des Bundes und wird vom Bundesministerium für Verkehr (BMV) über die Richtlinie „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ gefördert. Das Projekt hat ein finanzielles Volumen von rund 340.000 Euro. Es soll bis Ende Juni 2027 abgeschlossen sein.

