Braunschweig/Dresden. Kommt das Wolters-Bier, das im Eintracht-Stadion ausgeschenkt wird, künftig aus Braukesseln der Gilde-Brauerei aus Hannover? Das ist nur eine von vielen Sorgen der Braunschweiger Wolters-Trinker und Eintracht-Fans. Schließlich gehört Wolters künftig zur TCB-Gruppe, der auch Gilde gehört. Doch diese TCB-Gruppe hat sich jetzt festgelegt und heute ein Statement dazu abgegeben.
Das Unternehmen aus Frankfurt (Oder) mache demnach den nächsten Schritt bei der Vorbereitung der künftigen Produktion: Der erste Probesud werde jetzt in Dresden durchgeführt. Damit werden die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für die weitere Herstellung der Produkte innerhalb der TCB-Gruppe praktisch erprobt. Ob dieser Probesud in der Dresdner Feldschlößchen-Brauerei, die ebenfalls TCB gehört, gebraut wird, ließ das Unternehmen offen. Der Probesud sei laut TCB ein wichtiger Meilenstein für die geplante schrittweise Aufnahme der Produktion. Im Mittelpunkt stehen dabei die Sicherung der Produktqualität, die technische Abstimmung der Abläufe und die Vorbereitung einer verlässlichen Versorgung der Kunden.
Kein Bier aus Hannover für das Eintracht-Stadion
Die wichtigste Meldung in Sachen Eintracht-Stadion: Es sei nicht vorgesehen, das Eintracht-Stadion mit in Hannover gebrautem Bier zu beliefern. Die besondere Bedeutung der Partnerschaft mit Eintracht Braunschweig und die enge Verbindung zur Stadt würde der neue Eigentümer ausdrücklich berücksichtigen. „Wir wissen, dass die Frage des Brauortes für viele Menschen in Braunschweig von großer Bedeutung ist. Deshalb wollen wir transparent kommunizieren, wo wir stehen und welche Entscheidungen wir treffen“, erklärt Mike Gärtner, Geschäftsführer der TCB-Gruppe. „Unser Ziel ist es, eine wirtschaftlich tragfähige Perspektive zu schaffen und zugleich die regionale Verbundenheit und Identität zu bewahren.“
Eventfläche und Konzertreihen sollen wiederbelebt werden
Parallel zu den produktionstechnischen Vorbereitungen führe die TCB Gespräche über die künftige Nutzung und Wiederbelebung der Eventfläche auf dem Brauereigelände in Braunschweig. Ziel sei es, den Standort auch künftig als Ort für Begegnung, Veranstaltungen und kulturelle Aktivitäten zu erhalten.
Auch mit der Applaus Kulturproduktionen GmbH gebe es Gespräche. um Möglichkeiten abzuklopfen, die erfolgreichen Konzertreihen auf dem Brauereigelände fortzusetzen. Die Gespräche befinden sich derzeit in einer frühen Phase. Konkrete Veranstaltungstermine oder ein abschließendes Konzept würden also noch nicht feststehen.
„Die Eventfläche und die Konzertreihen haben sich zu einem wichtigen Bestandteil des kulturellen Lebens in Braunschweig entwickelt. Wir möchten gemeinsam mit der Applaus GmbH prüfen, wie diese erfolgreiche Tradition fortgeführt und weiterentwickelt werden kann“, so Gärtner weiter. Die TCB wolle damit neben der wirtschaftlichen Perspektive auch den regionalen und kulturellen Bezug stärken. Die weiteren Schritte werden von den Ergebnissen der laufenden Gespräche sowie den technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen abhängen.

