Projekt Burgpassage: Jetzt ist auch noch der Investor insolvent

Ein weiterer Stolperstein macht dem Plan zur Umgestaltung nun einen weiteren Strich durch die Rechnung.

von Alexander Panknin


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(Archiv) | Foto: Werner Heise

Braunschweig. Die geplante Umgestaltung der Burggasse steht weiterhin unter keinem guten Stern. Seit Anfang an läuft es bei dem Großprojekt "Burgpassage" nicht rund. Wie verschiedene Medien berichten, soll jetzt auch noch der Investor "Development Partners" in die Insolvenz gegangen sein.



Eine Baugenehmigung für den einst strahlenden Plan, das Dach der Burggasse zu öffnen und mit der Burgpassage einen neuen Hotspot in der Braunschweiger Innenstadt zu schaffen, wurde bereits vor rund drei Jahren erteilt. Doch zu sehen ist von der Umsetzung reichlich wenig. Vielmehr steigt der Ärger um die entstandene Brache, so gab es bereits Stimmen, die die zunehmende Vermüllung des Bereichs kritisierten.

Die Kontaktfreudigkeit des Investors kann man ebenfalls nur als eher "sporadisch" bezeichnen. Presseanfragen zum aktuellen Stand der Dinge bleiben oftmals unbeantwortet. Dies beklagte auch die Braunschweiger Zeitung. Der gegenüber konnte die Stadtverwaltung auch noch keine neuen Erkenntnisse über das Projekt mitteilen. Fakt ist wohl aber, dass Development Partners insolvent ist. Es sei ein Insolvenzverwalter bestellt worden, der nun mit der Umstrukturierung des Unternehmens beginnt. Dabei sollen etliche Großprojekte auf den Prüfstand - so auch die geplante Einkaufsmeile in der Burggasse.

Sieht schlecht aus für Braunschweig


Betrachtet man den schweren Start des Projekts, den Ärger mit der lange im Gebäude verbleibenden Tchibo-Filiale, die Schwierigkeiten mit dem Denkmalschutz und die zuletzt geplante Neuaufstellung des Projekts wegen Auswirkungen der Corona- und Finanz-Krise, steht es nicht wirklich gut um die neue Einkaufsmeile. War man bei dem Projekt vorher noch von einer großen Magnetwirkung für die Innenstadt ausgegangen, so scheint es nun eher abgestoßen zu werden.

Wie die Stadt gegenüber der Braunschweiger Zeitung mitteilte, müsse man nun zunächst die nächsten Schritte des Insolvenzverwalters abwarten. Allerdings könne man bei einem Absprung des Investors wohl auch über den Kauf der Immobilie und eine eigene Nutzung nachdenken.


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