Schrotträder am Bahnhof - Künftig wird öfters aufgeräumt


Das Fahrradchaos am Hauptbahnhof Braunschweig soll öfters aufgeräumt werden. Foto: Dontscheff
Das Fahrradchaos am Hauptbahnhof Braunschweig soll öfters aufgeräumt werden. Foto: Dontscheff Foto: Alexander Dontscheff

Braunschweig. Schrottfahrräder auf dem Platz vor dem Hauptbahnhof werden künftig sieben statt bisher rund zwei Mal im Jahr beseitigt. Wie die Stadtverwaltung heute in einer Pressemitteilung bekannt gab, hat der Verwaltungsausschuss gestern einer entsprechenden Vereinbarung mit der Deutschen Bahn AG (DB) zugestimmt. Die Stadt beteiligt sich wie bisher zur Hälfte an den Aufräumkosten.

 

Viele der Fahrradständer auf dem Bahnhofsvorplatz, der im Eigentum der Bahn steht, seien regelmäßig durch aufgegebene und nicht mehr fahrbereite Fahrradwracks belegt, berichtet die Stadtverwaltung. Das blockiere Stellplätze und beeinträchtige erheblich das Erscheinungsbild dieses Entrees zur Stadt. Künftig wird die DB sieben Aufräumaktionen im Jahr durchführen. Mitarbeiter des Unternehmens markieren dann Fahrradwracks mit Banderolen, auf denen die Besitzer aufgefordert werden, das Fahrrad zu entfernen. Ist dies nach Ablauf einer Frist nicht erfolgt, beseitigt die DB die Räder selbst.

Ähnlich verfähre die Stadtverwaltung mit Schrottfahrrädern auf öffentlichem Grund und Boden im Stadtgebiet. Sie werden markiert und, wenn der Besitzer nicht reagiert, entfernt und verwertet. Vom Bahnhofsvorplatz kann die Stadtverwaltung keine Fahrradwracks entfernen, weil es sich, wie gesagt, um Gelände der Bahn handelt, erläutert die Stadtverwaltung den üblichen Umgang mit den herrenlosen Fahrrädern.

Abstellmöglichkeiten fehlen


Grundsätzlich sei die Situation am Hauptbahnhof auch im Blick auf fahrtüchtige Räder, die regelmäßig bewegt werden, unbefriedigend. Es fehlen Abstellmöglichkeiten. In enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn strebe die Verwaltung deshalb eine grundsätzliche städtebauliche Konzeption für weite Teile des Bahnhofsbereichs an, die auch das Thema Fahrradabstellung nachhaltig lösen soll. Kurzfristig sollen über die Verkürzung der Aufräumintervalle hinaus nach Informationen der Stadt folgende Maßnahmen die angespannte Situation entlasten:

Vor dem McDonalds-Restaurant werden bis Mitte des Jahres die vorhandenen Fahrradständer ergänzt. Die Anlage wird zu beiden Seiten etwas erweitert. Damit werden Bereiche geordnet, in denen bereits heute regelmäßig Fahrräder stehen, aber nicht angeschlossen werden können. Künftig können rund 100 Räder zusätzlich stand- und diebstahlsicher abgestellt werden. Auf den zwei Verkehrsinseln des Berliner Platzes sollen, ebenfalls bis Jahresmitte, versuchsweise mobile Bügel für jeweils 50 Räder aufgestellt werden. Damit lässt sich die Akzeptanz dieser Standorte überprüfen.

Die DB plane, längerfristig den Südausgang städtebaulich und funktional aufzuwerten. In diesem Zusammenhang will die Stadt eine überdachte Fahrradabstellanlage errichten, die zunächst auf rund 200 Fahrräder ausgelegt, aber erweiterbar sein soll. Liegen konkrete Pläne vor, werden sie in den Gremien öffentlich präsentiert. Kleinere Maßnahmen wie die Aufstellung einiger Fahrradständer im Bereich des Fernbusbahnhofs ergänzen die genannten Projekte, mit denen Abstellsituation für Fahrräder schrittweise verbessert wird.


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