Toiletten für alle: Stadt prüft Standorte für Behinderten-WCs

von Max Förster


Eine Toilette für alle. Die Stadt soll nun mögliche Standorte prüfen. Symbolfoto: Anke Donner
Eine Toilette für alle. Die Stadt soll nun mögliche Standorte prüfen. Symbolfoto: Anke Donner | Foto: Max Förster



Braunschweig. Die Verwaltung soll prüfen, an welchen Stellen innerhalb des Okerumflutgrabens die Neuerrichtung eines öffentlichen Behinderten-WCs inklusive Pflegeplatz möglich ist. Das hat der Rat der Stadt Braunschweig in seiner jüngsten Sitzung entschieden.

„Braunschweig hat keine einzige öffentliche Toilette für Menschen, die zum Beispiel einen Pflegeplatz zum An- und Ausziehen oder eine Transferhilfe wie einen Lifter benötigen. Bisher müssen betroffene Menschen oft auf Teilhabe verzichten oder unter für alle Beteiligten hygienisch und körperlich belastenden Umständen am Boden der öffentlichen Toiletten umgezogen werden“, heißt es auf OpenAntrag, der Plattform der Piraten-Fraktion für Bürgeranträge. Die Ratsfraktion nahm dies zum Anlass, einen Prüfantrag zu stellen, wo dies in der Innenstadt entstehen könnte.

Prüfantrag beschlossen


Der Behindertenbeirat habe bereits vor Jahren auf die Problematik aufmerksam gemacht und auf das Fehlen eines solchen Pflegeplatzes innerhalb eines behindertengerechten WCs hingewiesen. In diesem Zusammenhang hatte die Verwaltung bereits Örtlichkeiten im Umfeld der öffentlichen Toilette des Rathauses geprüft. Die Piraten haben nun vorgeschlagen, den Bereich auszuweiten. Im Antrag heißt es „Der Rat bittet die Verwaltung, zu prüfen an welchen Orten innerhalb des Okerumflutgrabens die Neuerrichtung eines öffentlichen Behinderten-WC inklusive Pflegeplatz „Toilette für alle“ beziehungsweise die Nachinstallation eines Pflegeplatzes in ein vorhandenes öffentliches Behinderten-WC möglich ist.“ Dieser Prüfantrag wurde am Dienstag einstimmig beschlossen.


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