Vergewaltigt nach Bewerbungsgespräch: Urteil gefallen

Eine 19-Jährige war in ihrer Wohnung vergewaltigt, geschlagen und beleidigt worden. Ein 37-Jähriger wurde jetzt zu einer Haftstrafe verurteilt.

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Symbolfoto. | Foto: Pixabay

Braunschweig. Am 13. Dezember soll ein 37-Jähriger eine junge Frau nach einem Bewerbungsgespräch in ihrer Wohnung vergewaltigt haben. Der Prozess vor dem Landgericht Braunschweig hatte erst am Montag begonnen. Und obwohl auch noch für den Mai Fortsetzungstermine angesetzt waren, ist das Urteil bereits gefallen. Das teilt das Landgericht auf Anfrage mit.



"Der Angeklagte ist - nach einer vorausgegangenen Verständigung - zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten wegen Vergewaltigung in Tateinheit mit Körperverletzung verurteilt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig", teilt Pressesprecherin Lisa Rust mit. Verständigung bedeutet in diesem Fall, dass der Angeklagte ein Geständnis abgelegt und dadurch dem Opfer eine Aussage vor Gericht erspart hat. Das wirkt sich strafmildernd aus. Dies könnte auch zu der Verkürzung des Prozesses geführt haben.

Geschlagen und beleidigt


Der Angeklagte soll am Morgen des Tattages das Bewerbungsgespräch in den Räumlichkeiten des Betriebs - einer Gaststätte - geführt haben, obwohl er hierfür gar nicht die Entscheidungskompetenz inne hatte. Am Abend sei er dann zur Wohnung der 19-Jährigen gefahren unter einem Vorwand herein gelassen worden. Hier sei es dann zu der Vergewaltigung gekommen. Zudem soll der Angeklagte die junge Frau geschlagen und beleidigt haben.

Bewährung kam nicht in Frage


Wie die Braunschweiger Zeitung berichtet, habe das Martyrium mehrere Stunden gedauert, weswegen für das Gericht keine Bewährungsstrafe in Frage gekommen sei. Darauf habe der syrische Angeklagte gehofft, damit er weiter arbeiten und seine in der Türkei lebende Familie finanzieren könne.


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