Vor dem Demo-Sonntag: Polizei sieht keine besondere Gefährdungslage

von Robert Braumann




Braunschweig. Am kommenden Sonntag werden in der Löwenstadt wieder Bragida-Teilnehmer und Gegendemonstranten auf die Straße gehen. Vor dem Hintergrund der Schoduvel Absage, sieht die Braunschweiger Polizei keine besondere Gefährdungslage, rechnet aber wieder mit mehr Teilnehmern auf beiden Seiten. 

Braunschweigs Polizeipräsident Michael Pientka hatte am Montag auf der Pressekonferenz zur Absage des Schoduvel gegenüber BraunschweigHeute.de gesagt, man müsse schauen, wie sich die Situation entwickle. Vielleicht habe die Terrorwarnung auch Auswirkungen auf die angemeldeten Demonstrationen. Das scheint nun aber nicht der Fall zu sein.



Joachim Grande (Pressesprecher, Polizei Braunschweig) sagte, es gäbe keine erhöhte Gefährdungslage für die Veranstaltungen und somit auch keine Sicherheitsbedenken. Die Kundgebungen könnten nach aktuellem Stand stattfinden.

Mehr Teilnehmer erwartet


Er rechne allerdings damit, dass wieder mehr Teilnehmer kommen würden. Man beobachte sehr genau die Szene, um zu beobachten welche Kreise am Sonntag nach Braunschweig kommen wollen. Man könne nicht ausschließen, dass wieder mehr Personen mit rechtsextremen Hintergrund von außerhalb anreisen würden. Grande sagte: "Egal wie viele es am Ende werden, da die Stadt am Sonntag geschlossen ist, haben wir genug Platz." Durch den Termin seien auch der Verkehr und die Geschäfte nicht so stark betroffen, wie an den Demo-Montagen zuvor.

Was erwartet die Stadt?


Das Bündnis gegen Rechts ruft unter dem Motto: "Wir bleiben bunt! Gegen Terror und Rassismus. Kein Platz für Rassismus, Nationalismus und Hetze gegen Flüchtlinge! zu einer Demonstration auf dem Kohlmarkt am Sonntag (22.Februar) ab 15 Uhr auf. Hier soll es eine Rede von Klaus Peter Bachmann (Vizepräsident des Niedersächsischen Landtags) geben.



Weitere Wort- und Kulturbeiträgen sind geplant, stehen aber noch nicht fest. Das aktualisierte Programm ist dann unter: www.buendnisgegenrechts.net zu finden. Nach der Kundgebung soll es zum Domplatz gehen. Dort will man lautstark gegen Bragida demonstrieren. Man erwarte bis zu 2.000 Teilnehmer, heißt es von Seiten des Bündnisses.

Peter Rosenbaum (BIBS) hat für Sonntag, 22.02.2015 zusätzlich zur Demonstration vom Kohlmarkt zum Domplatz eine Mahnwache mit Infostand von 16:00 Uhr bis 17:00 Uhr am Hagenscharrn angemeldet. Die Mahnwache erfolgt im Rahmen und als Teil der Aktionen im Bündnis gegen Rechts.

Bragida möchte sich ab 16 Uhr vor dem Rathaus versammeln. Bisher gibt es keine Informationen zu einer geplanten Route. Als Rednerin ist Tatjana Festerling angekündigt worden.


mehr News aus Braunschweig


Themen zu diesem Artikel


Polizei Schoduvel Karneval Karneval Braunschweig