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Gifhorns Bürgermeister fordert Impfschutz für Freiwillige Feuerwehr



Gifhorn

Bürgermeister fordert Impfschutz für Freiwillige Feuerwehr

Bislang sind ehrenamtliche Helfer von Organisationen wie der Freiwilligen Feuerwehr und dem THW nicht zur priorisierten Impfung vorgesehen. Dagegen will Gifhorn Bürgermeister nun vorgehen.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Rudolf Karliczek

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Gifhorn. Im Gegensatz zu Polizei und Rettungsdiensten sind ehrenamtliche Hilfsorganisationen bislang nicht für eine Impfung priorisiert. Das soll sich nach dem Willen des Gifhorner Bürgermeisters Matthias Nerlich nun ändern. Das erklärt die Stadt Gifhorn in einer Pressemitteilung. Demnach will Nerlich sich beim Land und den Abgeordneten dafür einsetzen, dass auch die Mitglieder von freiwilliger Feuerwehr, THW und ähnlichen Organisationen Zugang zu einer Coronaschutzimpfung bekommen können.



Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren, des THW und anderer Hilfsorganisationen wie dem DRK, sind bei ihren Einsätzen bislang nicht durch eine Coronaschutzimpfung geschützt. Da sie erst mit der dritten Priorisierungsgruppe an der Reihe seien, seien sie bei vielen Einsätzen dem vollen Risiko ausgesetzt. Bei Polizei, Rettungsdiensten und Berufsfeuerwehren sei das anders.

Bürgermeister Matthias Nerlich halte dies für einen unhaltbaren Zustand. „Diese Entscheidung kann ich nicht nachvollziehen. Die Einsatzkräfte unserer Freiwilligen Feuerwehren beispielsweise sind in der Regel die ersten, die an einem Einsatzort ankommen und können sich nicht auf Abstandregeln berufen, vor allem wenn es um die Befreiung von Unfallopfern geht. Dass ausgerechnet die, die sich ehrenamtlich engagieren und uns angeblich so viel wert sind, keine Gleichbehandlung mit den hauptamtlichen Helfern erfahren, finde ich fast schon zynisch“, sagt Nerlich. „Viele Einsatzkräfte sind verunsichert und fühlen sich im Stich gelassen. Das demotiviert unsere Leute.“

Damit auch die ehrenamtlichen Helfer schnellstmöglich geimpft werden können, wolle sich Nerlich sowohl ans Innenministerium wenden als auch die Landtagsabgeordneten ansprechen.


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