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Bürgermeisterkandidat Ivica Lukanic stellt seine Themen vor

Wolfenbüttels Stadtbaurat will bei der Kommunalwahl 2021 für das Amt des Bürgermeisters kandidieren. Am heutigen Freitag stellte er die Themen vor, die ihn bewegen.

von Werner Heise


Ivica Lukanic bei der Vorstellung seiner Themen im Beachclub.
Ivica Lukanic bei der Vorstellung seiner Themen im Beachclub. Foto: Werner Heise

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24.07.2020

Wolfenbüttel. "In der Tat, ich möchte Bürgermeister dieser Stadt werden", bekräftigt Wolfenbüttels Stadtbaurat Ivica Lukanic sein Vorhaben. Bei einem Pressegespräch am heutigen Freitag verriet der 46-Jährige welche Themen seine mögliche Amtszeit prägen sollen.


Seit 2005 ist der studierte Architekt und Städtebauer Ivica Lukanic in der Verwaltung der Stadt Wolfenbüttel tätig. Hier hat er sich von unten nach oben gearbeitet, ist seit 2016 Stadtbaurat. Vor seiner Zeit in Wolfenbüttel war Lukanic unter anderem Stadtplaner im Stadtplanungsamt der Stadt Bonn.

Nun will der Vater einer Tochter mit mehr Verantwortung weiter machen und als Parteiloser für das Amt des Wolfenbütteler Bürgermeisters kandidieren. "Ich liebe diese Stadt, ich brenne für diese Stadt", sagt Lukanic, der 1974 als Kind kroatischer Gastarbeiter in Leverkusen das Licht der Welt erblickte.

"Man muss Themen im Angebot haben"


Auch wenn das genaue Wahldatum - voraussichtlich irgendwann im September 2021 - noch gar nicht feststeht, auf die Kandidatur hat er sich ganz offensichtlich vorbereitet. Lukanic präsentiert bereits jetzt konkrete Themen, von denen er sagt, dass sie ihn bewegen und über die er mit den Wolfenbüttelern sprechen möchte. "Man muss Themen im Angebot haben, ohne geht es nicht", sagt er. Ob er damit bewusst auf den potenziellen SPD-Bürgermeisterkandidaten Dennis Berger anspielt, der bei seiner Präsentation außer ein paar Worthülsen noch nichts Konkretes im Gepäck hatte, ließ er offen.


Stadtbaurat Ivica Lukanic informiert am Infostand der Stadt Wolfenbüttel über Bauprojekte der Stadt. (Archiv) Foto: Werner Heise


Lukanic jedenfalls führte auf, dass er sich einer Revitalisierung der Leerstände in der Innenstadt annehmen wolle. Man müsse die Stadtentwicklung völlig neu denken. So schweben ihm gemeinsame Arbeitsräume in den leeren Liegenschaften ebenso wie gemeinschaftliches Wohnen in der Innenstadt und die systematische Entwicklung von vernetzter Grün- und Freiraumstruktur vor.

Des Weiteren wolle er den Wirtschaftsstandort Wolfenbüttel stärken und hier auch auf interkommunale Kooperationen setzen. "Wir müssen vernetzter denken", sagt er und regionale Kooperationen insbesondere gemeinsam mit der Ostfalia Hochschule fördern sowie Nachwuchskräfte an die Stadt binden.

Auch der Klimawandel soll bei seinen Themen eine Rolle spielen. Der Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Wolfenbüttel müsse neu aufgestellt werden und die Grünstruktur angepasst werden. "Wir müssen nennenswerte Erfolge leisten", meint Lukanic und verweist darauf dass diese im Kleinen anfangen.

Die digitale Stadt Wolfenbüttel


Ein großes Ziel des parteilosen Bürgermeisterkandidaten soll die Digitalisierung der Stadtverwaltung sein. "Ich möchte nicht, dass Wolfenbüttel zu den Verliererstädten gehört. Ich möchte, dass Wolfenbüttel Vorreiter der Digitalisierung wird", erklärt er und spricht von Verwaltungsvorgängen, die die Bürger künftig online erledigen können sollten. Er spricht von nichts weniger als dem Ziel der smarten digitalen Stadt.

Über diese und zahlreiche weitere Themen, die Ivica Lukanic bereits auf seiner seit heute geschalteten Homepage präsentiert, möchte der Stadtbaurat mit den Bürgern der Stadt ins Gespräch kommen. Denn - so betont er - ein fertiges Programm liegt nicht vor. Das wolle er erst durch Zuhören gestalten, quasi Bürgerbeteiligung. Sowieso solle Bürgerbeteiligung bei ihm eine große Rolle spielen und keine hohle Geste sein. Die existierende Bürgerbeteiligungssatzung der Stadt müsse mehr ausgelebt werden und ein Mechanismus für mehr Selbstverständlichkeit dazu entwickelt werden.


Ivica Lukanic (vorne) mit den Unterstützern vom BUW. (v.l.) Christoph Schmidt, Martina Sharman, Dr. Tobias Jüttner, Dr. Alexandra Tomerius und Dr. Roland Diesel Foto: Werner Heise


Unterstützung für seine Bürgermeisterkandidatur erhält Lukanic von der im vergangenen Jahr gegründeten Wählergemeinschaft, dem "Bündnis unabhängiger Wähler" (BUW). In diesem ist auch der noch amtierende Bürgermeister Thomas Pink, der die CDU verließ und mittlerweile parteilos ist, aktiv. Und auch der CDU-Stadtverband könnte die Kandidatur von Ivica Lukanic unterstützen. Dem Vernehmen nach soll er dort "eine heiße Option" sein, auch wenn eine offizielle Bestätigung bislang ausblieb.


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