Bundesweiter Streik: Straßenarbeiter fordern gerechtere Löhne

Am kommenden Dienstag wollen auch in Niedersachsen Mitarbeiter von Autobahn GmbH und Straßenbauverwaltungen die Arbeit niederlegen.

Symbolbild.
Symbolbild. | Foto: Matthias Kettling

Region. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft für kommenden Dienstag, den 20. Januar, zu gemeinsamen Warnstreiks in zwei großen Tarifrunden auf. Das geht aus einer Pressemitteilung der Gewerkschaft vom heutigen Sonntag hervor. Zum bundesweiten Branchenstreiktag Straße sind die rund 14.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH des Bundes sowie die etlichen Tausend Beschäftigten der Landesstraßenbauverwaltungen zu Protestaktionen und Kundgebungen aufgerufen.



Anlass sei der jeweils zähe bis inakzeptable Verlauf der Tarifrunden zur Autobahn GmbH und zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder. Christine Behle, stellvertretende ver.di-Vorsitzende, zuständig für beide Bereiche: „Straßen sind der Verkehrsträger Nummer 1 in Deutschland – jeden Tag kümmern sich Abertausende Beschäftigte um einen möglichst reibungslosen Verkehr auf Autobahnen, auf Bundes- und Landesstraßen, auf Brücken und in Tunneln. Und sie wollen mit diesem gemeinsamen Streiktag zeigen, dass ihre Arbeit besser bezahlt gehört.“

Sternmarsch geplant


In Hannover kommen am Dienstag Beschäftigte beider Bereiche aus den ver.di-Bezirken Hannover-Heide-Weser, Südost-Niedersachsen und Bremen-Nordniedersachsen zusammen. Nach einem Sternmarsch durch die Stadt über die Vahrenwalder Straße beziehungsweise die Göttinger Chaussee und den Ricklinger Kreisel kommen alle Teilnehmer um 12 Uhr auf dem Platz vor dem Wirtschaftsministerium zusammen. Dort ist eine Abschlusskundgebung geplant.

Das fordert ver.di


ver.di fordert in beiden Tarifrunden sieben Prozent mehr Gehalt pro Monat, mindestens aber 300 Euro, um die unteren Lohngruppen zu stützen. Auch die Nachwuchskräfte sollen deutlich besser entlohnt werden, hinzu kommen branchenspezifische Forderungen. Die Autobahn GmbH des Bundes legte bisher überhaupt kein Angebot zum Entgelt vor, die Tarifgemeinschaft deutscher Länder präsentierte in der am Freitag beendeten zweiten Runde nur eine aus Sicht der Gewerkschaft ungenügende, zudem unkonkrete Position. „Da muss definitiv mehr kommen“, erklärte ver.di-Vize Behle. „Und das wissen die Arbeitgeber auch: Wir brauchen attraktive Arbeitsbedingungen, um Menschen für diese extrem wichtigen Aufgaben zu halten und zu gewinnen.“

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