CDU: "Schlecker-Mitarbeiter benötigen keine Endzeitstimmung, sondern Perspektiven"




Angesichts der heute geplatzten Finanzierung einer Schlecker-Auffanggesellschaft hat der Vorsitzende der niedersächsischen CDU-Landtagsfraktion, Björn Thümler, davor gewarnt, sich auf dem Rücken der von Kündigung bedrohten Schlecker-Mitarbeiter politisch profilieren zu wollen.

„Das ist gegenüber den Betroffenen unredlich und sorgt nur für noch mehr Verunsicherung." Dazu zählte Thümler auch den Versuch von Hannovers Oberbürgermeister, der Landesregierung die Schuld am Scheitern der Transfergesellschaft in die Schuhe zu schieben. „Die Landesregierung ist von nahezu allen Fraktionen des Landtages - auch der der SPD - gebeten worden, die Vergabe einer Bürgschaft zur Finanzierung einer Transfergesellschaft zu prüfen. Das hat sie sorgfältig getan und die unübersehbaren Risiken einer solchen Bürgschaft klar benannt, wie andere Landesregierungen auch. Das Vollkasko-Denken von Stephan Weil in dieser Frage ist wirtschaftspolitisch geradezu naiv - und gefährlich zugleich, denn es soll Erwartungen wecken, die bei realistischer Betrachtung nicht erfüllbar sind."

Es gehe jetzt darum, dass Schlecker-Mitarbeiter, die entlassen werden, schnellstmöglich wieder einen festen Arbeitsplatz finden. Daher sei es laut Thümler unverantwortlich, dass Hannovers Oberbürgermeister unter den Schlecker-Mitarbeitern eine Endzeitstimmung verbreiten wolle, weil die Transfergesellschaft nicht zustande gekommen ist. „Eine Transfergesellschaft ist nicht die ultima ratio. Die Bundesagentur für Arbeit hat nachweislich Erfahrung in der Vermittlung neuer Job-Perspektiven", sagte Thümler mit Blick auf die heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten. Zudem seien die Aussichten für Jobs im Einzelhandel laut Bundesagentur derzeit gut.


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