Braunschweig

CDU stellt klar: Schulkinder nicht gegeneinander ausspielen


Symbolfoto: Sina Rühland
Symbolfoto: Sina Rühland Foto: Sina Rühland

Artikel teilen per:

02.03.2017

Braunschweig. Mit großem Unverständnis haben die Mitglieder der CDU-Ratsfraktion auf die Ankündigung der Verwaltung reagiert, den Kindergarten im Lehndorfer Turm zu Gunsten der Schulkindbetreuung im Ort ersatzlos zu streichen.


Mit einem Antrag zum nächsten Jugendhilfeausschuss soll deshalb sichergestellt werden, dass zunächst für jedes Kind ein neuer passender Kita-Platz gefunden wird. Antje Keller, jugendpolitische Sprecherin der CDU sagt: „Der große Wunsch nach einer Ganztagsgrundschule in Lehndorf ist uns natürlich bekannt und wir unterstützen diesen nach Kräften. Es darf aber nicht sein, dass die Interessen von Kindergarten- und Schulkindern gegeneinander ausgespielt werden.“ Die Mitglieder der CDU-Fraktion stören sich vor allem daran, dass die Eltern der Kindergartenkinder seitens der Verwaltung vor vermeintlich vollendete Tatsachen gestellt wurden und die Politik das Thema nur durch eigene Anträge auf die Tagesordnung gebracht hat.

Sebastian Vollbrecht, Vorsitzender der örtlichen CDU-Bezirksratsfraktion warnt davor, voreilig Tatsachen zu schaffen: „Wenn der Kindergarten erst einmal raus ist, bekommen wir nie wieder eine Genehmigung für diesen Ort. Es muss daher sorgfältig geprüft werden, bevor die Verwaltung unwiderrufliche Fakten schafft.“ Für großen Unmut vor Ort haben auch die Äußerungen von Elke Flake, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses und damit zuständig für die Kinder sowohl in der Schulkindbetreuung als auch im Kindergarten, gesorgt. Die Ratsfrau der Grünen hatte gesagt, dass sich dem Ausbau der Schulkindbetreuung alles andere unterzuordnen habe und es deshalb gerechtfertigt sei, den Kindergarten kurzfristig zu schließen.

„Im letzten Jahr die von den Grünen forcierte Wiedereinführung der Kita-Gebühren und nun der nächste Schlag für Eltern von Kita-Kindern: Kindergarten- und Schulkinder dürfen nicht gegeneinander ausgespielt, sondern es müssen kreative Lösungen gefunden werden, die beiden Seiten gerecht werden“, kommentiert Vollbrecht voller Unverständnis. Die CDU spricht sich mit ihrem Antrag daher nicht gegen die geplante Schulkindbetreuung in Lehndorf aus, will diese aber letztlich so lange zurückstellen, bis für die betroffenen Kinder ein neuer Kita-Platz im näheren Umfeld gefunden wurde. „Wir geben der Verwaltung keine unlösbaren Aufgaben und ich bin sicher, dass unsere Forderungen mit ein bisschen gutem Willen auch umgesetzt werden können. Zunächst muss unser Antrag noch beschlossen werden, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendeine andere Fraktion wirklich die Interessen von Kindergarten- und von Schulkindern gegeneinander ausspielen will“, sagt Antje Keller abschließend zum Inhalt ihres Antrages.


zur Startseite