Corona-Krise: Jägermeister hilft bei der Herstellung von Desinfektionsmitteln

Das Unternehmen stellte 50.000 Liter Alkohol für medizinische Einrichtungen in der Region zur Verfügung.

Chefapotheker Hartmut Vaitiekunas uns ein Team der Krankenhausapotheke freuen sich über die regionale Unterstützung zur Eigenherstellung von Desinfektionsmitteln.
Chefapotheker Hartmut Vaitiekunas uns ein Team der Krankenhausapotheke freuen sich über die regionale Unterstützung zur Eigenherstellung von Desinfektionsmitteln. Foto: Klinikum Braunschweig/Christoph Köster

Wolfenbüttel. Die Unternehmerfamilie Mast stellt dem Klinikum Braunschweig auf Anfrage über ihr Unternehmen 50.000 Liter Alkohol zur Verfügung. Dieser wird mit Unterstützung der Feuerwehr Braunschweig zur Apotheke des Städtischen Klinikums Braunschweig gebracht. Das teilt das Klinikum Braunschweig in einer Pressemitteilung mit.


In der Krankenhausapotheke erfolgt die Herstellung des Hände-Desinfektionsmittels für die Krankenhäuser der Region. Schon vor zwei Wochen lieferte das Unternehmen Jägermeister SE als eine Art „Nachbarschaftshilfe“ einige Liter Alkohol an Wolfenbütteler Apotheker, die daraus Desinfektionsmittel für ihre Kunden herstellten. Dieses Engagement gab den Impuls, einen größeren Beitrag im Kampf gegen das Coronavirus zu leisten.

Dem drohenden Leerstand entgegenwirken


„Im Rahmen dieses Engagements haben wir verstanden, dass es an der Stelle offensichtlich einen hohen Bedarf gibt. Bereits Anfang letzter Woche haben wir Kontakt zum Klinikum Braunschweig aufgenommen. Wir springen nun gern im Schulterschluss mit unserem Unternehmen und unseren Stiftungen unterstützend ein, um dem drohenden Leerstand an Desinfektionsmitteln entgegenzuwirken. Dabei sehen wir uns nicht nur in unserer gesellschaftlichen Verantwortung als Unternehmer, sondern vor allem als Menschen, die um Hilfe gebeten werden und diese leisten“, so Florian Rehm, Sprecher der Unternehmerfamilie Mast.

Chefapotheker Hartmut Vaitiekunas freute sich und erklärte: „Das Klinikum Braunschweig ist der Unternehmerfamilie Mast außerordentlich dankbar für Ihr Engagement für die Region. Das ist ein großer Beitrag für die Versorgung der Region mit Desinfektionsmitteln. Wir haben einen Plan für die Versorgung nicht nur des Klinikums Braunschweig, sondern der Region zusammen mit der Gefahren Abwehrleitung (GAL) der Stadt Braunschweig, Feuerwehr und Apothekerkammer sowie dem Pharmagroßhandel Kehr entwickelt.“

100.000 Schutzmasken werden an innereuropäischen Grenzen festgehalten


Mit Luftfracht aus China werden 2,5 Millionen Schutzmasken geliefert. Hintergrund ist, dass der innereuropäische Warenverkehr gestört ist und viele 100.000 Schutzmasken vom Klinikum Braunschweig an innereuropäischen Grenzen festgehalten werden. „Darüber hinaus erwarten wir eine weitere 50.000 Liter Alkohol Lieferung der Firma KWST aus Hannover. Sowohl einen Teil der Schutzmasken als auch ein Teil der Desinfektionsmittel werden über den Pharmagroßhandel Kehr an die öffentlichen Apotheken abgegeben. Diese versorgen dann bevorzugt Arztpraxen, Alten- und Pflegeheime sowie andere medizinische Einrichtungen. Wenn alles gut läuft, leisten wir einen Beitrag zur Versorgung der Region mit Masken und Desinfektionsmitteln", so Vaitiekunas.


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