Corona-Infektionen / Genesene / Verstorbene in der Region
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Stand: 05.04.20, 13.50 Uhr - Insgesamt gemeldete Infektionen in Rot. Davon Genesene, sofern bekannt, in Grün. Verstorbene in Schwarz. Quelle: Offizielle Bestätigungen der Landkreise und Städte oder des Gesundheitsministeriums.



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Coronavirus: DRK bittet dringend um Blutspender

Viele potentielle Spender nehmen das Kontaktverbot wegen des Coronavirus ernst. Aber Blutspenden werden zur Aufrechterhaltung des Krankenhausbetriebes jetzt besonders nötig.

Blutspenden sind besonders in Coronazeiten nötig.
Blutspenden sind besonders in Coronazeiten nötig. Foto: DRK

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27.03.2020

Wolfenbüttel. Der DRK-Ortsverein Wolfenbüttel bittet gemeinsam mit dem DRK-Kreisverband die Wolfenbütteler Bürgerinnen und Bürger dringend um Blutspenden. Die Blutspende wird jedoch nicht wie gewohnt in der Lindenhalle stattfinden, sondern im DRK-Solferino, Am Exer 17. Dies berichtet das DRK.

"In diesen Zeiten sind vielerorts allein aus logistischen Gründen keine Blutspendetermine mehr möglich, daher benötigen wir am kommenden Donnerstag, 2. April, viele Spender, um den Bedarf an Blutkonserven weiterhin decken zu können", berichtet der Vorsitzende des Ortsvereins, Björn Försterling. Die Blutspende werde in der Zeit von 15 bis 19:30 Uhr im Solferino stattfinden. Die Spender, so bittet Försterling, müssten allerdings mehr Zeit mitbringen: "Durch die erhöhten Abstände der Spender untereinander wird es auch zu etwas längeren Wartezeiten kommen, aber wir werden unser Bestes tun, um die Wartezeit kurzzuhalten."

Auch im Ablauf werde es Veränderungen geben. So soll bereits am Eingang die Temperatur jedes Spenders gemessen werden, um jegliches Risiko zu minimieren. Försterling bittet auch darum, dass nur kommt, wer sich absolut gesund fühlt. "Es ist ehrenwert, Blut zu spenden, und wir benötigen diese Blutkonserven dringend, aber die Gesundheit der anderen darf nicht gefährdet werden."

Spender bekommen Lunchpaket für zuhause


Im Anschluss an die Spende werden Getränke zur kurzen Erfrischung und Stärkung gereicht, aber der sonst übliche Imbiss wird durch ein Lunchpaket ersetzt, das die Spender mitnehmen dürfen. Auf diese Weise sollen die Kontakte der Helfer zu den Spendern, aber auch der Spender untereinander so gering wie möglich gehalten werden. "Das Verfahren hat sich andernorts bewährt, wir hoffen daher auf Zustimmung und Unterstützung bei den Wolfenbüttelern."

Nach Aussage von Kreisverbandsarzt Dr. Frank Kirstein werden Blutkonserven gerade knapp – offenbar nehmen viele Spender den Aufruf zur Verringerung von Sozialkontakten sehr ernst. "Doch es geht bei Blutspende-Terminen um die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung, die unbedingt aufrechterhalten werden muss." Das Land Niedersachsen habe deshalb in seiner aktuellen Allgemeinverfügung Blutspenden ausdrücklich weiterhin erlaubt. "Selbstverständlich achtet das DRK peinlich genau auf die erforderlichen Hygienemaßnahmen."

Viele Termine wurden abgesagt


Mittlerweile wurde gerade in kleineren Orten eine Reihe von Terminen abgesagt, weil die dortigen Spendenlokale zu klein sind, um die aktuell geforderten Mindestabstände einzuhalten. Von solchen Problemen berichtet auch Försterling: "Unsere für den 2. und den 11. April geplanten Blutspendetermine können nicht in der Lindenhalle stattfinden, die geschlossen wurde." Angeboten wurde ein Umzug in die Kommisse, wo schon früher einige Blutspende-Termine gelaufen sind. "In Zeiten der Corona-Krise halte ich die Kommisse aber wegen des Platzmangels und der schlechten Belüftung für ungeeignet", sagt Försterling.

Der DRK-Kreisverband will nun das (seit Donnerstag eigentlich geschlossene) Solferino am Exer nutzen. Dort ließe sich sogar ein regelmäßiger Spendetermin einmal pro Woche oder alle 14 Tage anbieten. "Der Blutspendedienst Springe hat uns genau darum gebeten", berichtet Försterling.

Zwei April-Termine im Solferino


Fest stehen nun erstmal die beiden Termine am 2. und am 11. April. Das Solferino wird dann von 15 bis 19:30 Uhr geöffnet sein. "Wir bitten um Verständnis, dass in der jetzigen Situation nur Spender ohne Begleitpersonen die Räume betreten dürfen". sagt Dr. Kirstein. Das gelte leider auch für Kinder. Und der Kreisverbandsarzt ruft noch einmal zu Spenden auf: "Der Bedarf an Blutkonserven ist auch in der Corona-Krise nach wie vor hoch."


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