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Dauerfeier in der Region: Nach dem Fest ist vor dem Fest



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Dauerfeier in der Region: Nach dem Fest ist vor dem Fest

von Alexander Dontscheff


Die Region kommt aus dem Feiern nicht mehr heraus. Fotos: Archiv
Die Region kommt aus dem Feiern nicht mehr heraus. Fotos: Archiv

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Mitte August - die Urlaubszeit ist nun für viele Geschichte, der Alltag kehrt zurück. Alltag? Bei einem gefühlten Dutzend Altstadt-, Volks- und anderer Feste pro Wochenende kann von Alltag wohl nur bedingt die Rede sein.



In Wolfenbüttel ist der letzte Ton der Stars@NDR2 kaum verklungen, da steht an diesem Wochenende auch schon das große Jubiläums-Altstadtfest in den Startlöchern. Auch in Gifhorn und Salzgitter-Lebenstedt wird dann groß gefeiert. In den kommenden Wochen kann man sich außerdem unter anderem noch auf die Altstadtfeste in Fallersleben und Helmstedt sowie das Braunschweiger Magnifest freuen.

Wie feierfreudig ist die Region?


Alles Feste mit großer Tradition und auch dem Anspruch, nicht nur den Bürgern der eigenen Stadt ein schönes Wochenende zu bereiten, sondern Gäste aus der gesamten Region anzuziehen. Doch wie dauerhaft feierfreudig sind die Menschen zwischen Harz und Heide? Sind da nicht Abnutzungserscheinungen vorprogrammiert? Hat man Bratwurst, Heideschinkenbrötchen und Bier nicht irgendwann satt? Hängen einem die Auftritte der örtlichen Jazztanzgruppe oder die Konzerte drittklassiger Coverbands nicht nach der 143. Auflage zum Halse heraus?


Schaut man sich die Zuschauerzahlen der Feste an, muss man wohl konstatieren: Nein, tut es nicht. Wenn das Wetter mitspielt, werden sich die Massen dieses und an den kommenden Wochenenden wieder durch die diversen Altstädte drängeln. Natürlich: Ein wenig Konkurrenz macht man sich schon gegenseitig. Schließlich kann man nicht gleichzeitig in Wolfenbüttel Champignons in Knoblauchsauße verschlingen und in Gifhorn den allzu vertrauten Klängen von Volker Schlag lauschen. Doch irgendwie bleibt offenbar für alle Städte genug übrig vom Kuchen, den das feierwütige Volk bereit stellt. Am mangelnden Zuspruch liegt es jedenfalls nicht, wenn mal eine Traditionsveranstaltung wie das Magnifest im letzen oder der Peiner Eulenmarkt in diesem Jahr vor dem Aus steht. Erhöhte Sicherheitsstandards und die sich ewig drehende Kostenspirale sind da schon eher Päckchen, die die Veranstalter zu stemmen haben.

Genießen, so lange es geht


Also lautet das Motto für die kommenden Wochen: Die Feste genießen, so lange es sie noch gibt. Den Alltag kann man ja noch auf Oktober verschieben. Dann ist es auch nicht mehr so lange hin, bis die Weihnachtsmärkte aufgebaut werden.


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