Dax legt zu - Preise für Öl und Gas sinken deutlich

Am Dienstag hat der Dax zugelegt.

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Frankfurter Börse | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Frankfurt/Main. Am Dienstag hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 26.202 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start erreichte der Dax am Vormittag einen neuen Höchstwert und schwankte im weiteren Tagesverlauf im Plus.


"Zweiter Handelstag des Monats, zweiter Rekord, so kann es weitergehen", kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. "Der Run auf deutsche Aktien sorgt für eine unerwartet positive Dynamik im Dax zum Start in einen in der Regel ruhigen Sommermonat August. Hauptverantwortlich für die Rekordjagd sind die weiter rückläufigen Energiepreise, aber auch überwiegend positive Unternehmensnachrichten in Form von überzeugenden Quartalsbilanzen und -ausblicken."

Die Stimmung in Frankfurt sei gut, aber nicht euphorisch, so Lipkow. "Anleger preisen die erhoffte Konjunkturerholung in die Kurse deutscher Standardwerte ein. Insbesondere dann, wenn diese eine intakte Wachstumsstory vorweisen können. Zu den Gewinnern gehörten heute neben den KI- und Halbleiterunternehmen auch die Pharmawerte, die von besser als erwarteten Quartalszahlen von Bayer profitierten", so Lipkow. "Zudem sorgt der geplante Zusammenschluss von Astra-Zeneca und Bristol-Myers Squibb für Fusionsfantasie in der Branche, die Investoren über verschiedene Kombinationsmöglichkeiten und potenzielle Zusammenschlüsse spekulieren lässt."

Vorsichtig blieben die Anleger dagegen bei Unternehmen aus dem Konsum- und dem Automobilsektor, erklärte der Analyst. "Die Quartalszahlen von Zalando sorgten hier für Molltöne. Die Preissteigerungen der vergangenen Monate halten die Menschen vom Shoppen ab."

Insgesamt aber sei die relative Stärke des Dax in diesen Tagen bemerkenswert und der hohen Nachfrage gerade von ausländischen Investoren geschuldet, so Lipkow. "Im Gegensatz zu vielen US-Unternehmen sind die deutschen Anteilsscheine günstiger bewertet. Viele Anleger wurden in der aktuellen Sommersaison aber auch schlicht auf dem falschen Fuß erwischt und müssen nun den Kursen hinterherlaufen", erläuterte er.

Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Infineon, Bayer und Siemens Energy an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Das Schlusslicht bildeten die Aktien von Fresenius Medical Care und Zalando.

Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im September kostete 56 Euro und damit drei Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund 10 bis 13 Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis sank unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 80,45 US-Dollar, das waren 332 Cent oder 4,0 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1517 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8683 Euro zu haben.

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