Dehoga-Chefin warnt vor Klassenkampf der Gewerkschaften

Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Jana Schimke, warnt vor einem "Klassenkampf" der Gewerkschaften und pocht auf ein neues Arbeitszeitgesetz. Mit hohen Erwartungen blickt der Verband auf das Spitzentreffen im Kanzleramt.

von


Bedienung in einem Café (Archiv)
Bedienung in einem Café (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Mehr regionalHeute.de bei Google sehen?

Jetzt als bevorzugte Quelle festlegen

Berlin. Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Jana Schimke, warnt vor einem "Klassenkampf" der Gewerkschaften und pocht auf ein neues Arbeitszeitgesetz.


Mit hohen Erwartungen blickt der Verband auf das Spitzentreffen im Kanzleramt. "Die Politik muss jetzt liefern. Die Zeit drängt. Wir erwarten, dass die Koalitionsspitzen die vereinbarten Reformen entschlossen voranbringen", sagte Schimke dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Für besonders drängend halte sie das geplante Arbeitszeitgesetz. Sie wünsche sich, dass vom Treffen im Kanzleramt am Mittwoch ein "klares Signal" für die Einführung einer Wochenarbeitszeit noch vor der Sommerpause ausgehe, so Schimke.

Zugleich warnte sie vor dem Vorschlag der DGB-Chefin Yasmin Fahimi, eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge einzuführen. "Sie würde dazu führen, dass Bürokratie und die faktischen Kosten in den Betrieben weiter steigen", sagte Schimke. Das werde weder Wachstum noch Beschäftigungsperspektiven bringen. Die Gefahr sieht die Dehoga-Hauptgeschäftsführerin auch bei anderen Vorschlägen, die Arbeit verteuern würden.

"In Sachen Sozialpartnerschaft sei gesagt: Auch eine Gewerkschaft braucht am Ende sichere Arbeitsplätze und eine bessere Konjunktur im Land. Das erreichen wir mit Pragmatismus, nicht aber mit Klassenkampf", kritisierte Schimke.