Region. Seit mittlerweile drei Jahren gibt es das Deutschlandticket. Es ermöglicht Pendlern, bundesweit zu einem günstigen Festpreis öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Seit seiner Einführung ist der Preis für das Abonnement kontinuierlich gestiegen, und ein Ende der Entwicklung ist nicht absehbar. Doch die Verkehrsministerkonferenz hat kürzlich eine wichtige Neuerung beschlossen.
Angefangen hatte alles im Jahr 2022 – damals wurde als Entlastungsmaßnahme aufgrund der gestiegenen Energiekosten für die Bürger vorübergehend ein Sonderticket im öffentlichen Personennahverkehr angeboten – das sogenannte 9-Euro-Ticket. Mit der Maßnahme, die von Juni bis August gültig war, sollte dieser auch für neue Kundenkreise attraktiver gemacht werden. Die Resonanz war überwältigend – insgesamt wurden rund 52 Millionen Tickets verkauft, hinzu kamen etwa 10 Millionen Abonnenten von Zeitkarten, die das Ticket in dem Zeitraum automatisch erhielten.
Deutschlandticket als Nachfolgemodell des 9-Euro-Tickets
Aufgrund der hohen Akzeptanz wurde zum 1. Mai 2023 das Deutschlandticket als Nachfolgemodell des 9-Euro-Tickets eingeführt. Das Ticket ist ausschließlich im monatlich kündbaren Abonnement gültig. Ende des vergangenen Jahres nutzten es bereits 14,6 Millionen Menschen. Bei seiner Einführung kostete es 49 Euro pro Monat, im Jahr 2025 stieg sein Preis bereits auf 58 Euro, und seit dem 1. Januar müssen Nutzer 63 Euro dafür bezahlen.
So wird der Preis künftig berechnet
Bislang legten Bundestag und Bundesrat den Preis für das Deutschlandticket fest. Den Erhöhungen gingen teils zähe Verhandlungen voraus – damit soll in Zukunft Schluss sein. Die Verkehrsminister haben beschlossen, dass ab 2027 ein Preisindex, also die Berechnung nach einer festgelegten Formel, für das Ticket gelten soll. Wie hoch die Erhöhungen ausfallen, soll spätestens Ende September feststehen – der Preis solle jedoch attraktiv bleiben, und es solle keine Erhöhung um eine zweistellige Prozentzahl stattfinden.

