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Deutschlehrer aus Bosnien bis Indonesien zu Gast im RG



Goslar

Deutschlehrer aus Bosnien bis Indonesien zu Gast im RG

von Alec Pein


Stervertretender RG-Schulleiter begrüßte die internationalen Gäste am Mittwochmorgen auf dem Schulhof des Ratsgymnasiums. Von dem alten Gemäuer, das für einige kaum nach einer Schule aussieht, zeigten sich die Lehrkräfte beeindruckt. Foto: Alec Pein Foto: Alec Pein

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Goslar. Im Ratsgymnasium begrüßte der stellvertretende Schulleiter Michael Kwasniok am heutigen Mittwoch internationale Gäste. 18 Lehrer aus Ländern von Bosnien bis Indonesien nehmen derzeit an einer Intensivfortbildung des Berliner Goethe-Instituts teil und besuchten im Rahmen dessen nach einem Gymnasium in Osterode auch das Goslarer Innenstadt-Gymnasium.

Alle teilnehmenden Lehrkräfte sprechen fließend Deutsch. Kwasniok begrüßte, auch wenn ihm als für den Fachbereich Fremdsprachen zuständiger Lehrer auch Englisch nicht schwer gefallen wäre, die Gäste auf deren Wunsch auf Deutsch. In ihren Heimatländern, darunter Mosambique, Madagaskar, Ukraine, Indien, Gabun oder Indonesien, unterrichten sie die deutsche Sprache entweder als zweite oder dritte Fremdsprache. Alle Lehrer haben Schülerinnen und Schüler mitgebracht, die an einem intensiven Deutschkurs teilnehmen, während sich ihre Lehrkräfte mit Methoden des Unterrichts an deutschen Schulen beschäftigen. Die teilnehmenden Schulen sind sogenannte "PASCH-Schulen" (Abkürzung für "Schule: Partner der Zukunft"), ein von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ins Leben gerufenes Großprojekt mit dem Ziel, an den 1.000 Partnerschulen Deutschunterricht einzuführen oder auszubauen. Das Goethe-Institut betreut einen Großteil dieser Partnerschulen - auch mit Außenstellen in den jeweiligen Ländern.

Den Unterrichtsalltag am Ratsgymnasium erleben



Gesprächsrunde im Neubau-Klassenraum. Foto: Alec Pein



Nach einer Gesprächrunde, in der sich der stellvertretende Schulleiter erkundigte, wie in den jeweiligen Herkunftsländern Fremdsprachen angeboten werden, ging es für die Gäste in die Schulklassen. Dort wollen sie Deutsch-, Französisch- und Englischunterricht im "Alltag" des Ratsgymnasiums erleben und dabei die eigenen Unterrichtsmethoden reflektieren. Vertreter des Goethe-Instituts hoffen, ebenso wie die Gäste, auf neue Kontakte, etwa für gemeinsame interkulturelle Projekte.


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