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Die Tote von Rottorf: Ein Ort in stiller Trauer



Helmstedt

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Die Tote von Rottorf: Ein Ort in stiller Trauer

von Alexander Panknin


Das gesamte Obergeschoss liegt in Asche, ob das Haus wieder bewohnbar sein wird, ist noch völlig unklar. Foto: Alexander Panknin; aktuell24(BM) Foto: Alexander Panknin; aktuell24(BM)

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Rottorf. In der Nacht zu Pfingstmontag kam es in der Straße Elmblick 13 zu einem Brand mit tödlichem Ausgang. Eine Frau starb in den Flammen, zwei weitere Menschen wurden verletzt. Noch immer liegt das schreckliche Ereignis wie ein dunkler Schatten über dem kleinen Ort Rottorf mit seinen rund 530 Einwohnern.



Es ist noch keine Woche seit dem Brand vergangenund auch wenn die Glut in der Ruine des abgebrannten Hauses bereits erkaltet ist, die Gemüter der Bewohnersind es noch lange nicht.

"Das Schlimmste, was Rottorf seit dem Krieg erlebt hat", kommentiert eine bestürzteNachbarin die Geschehnisse. "Dies ist ein kleiner Ort, wo jeder jeden kennt. Das nimmt uns schonsehr mit."


Seit dem Feuer sei der Alltag in Rottorf einfach nicht das Gleiche, auf Feiern habe man sonst stets über die gleichen Anekdoten gescherzt, nun würde man nur noch über die zu Tode gekommene Nachbarin reden. Die Straßen seien zurzeit sehr ruhig, nur vereinzelt würde man jemanden in seinem Garten arbeiten sehen.

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Die Menschen helfen wo sie können. Nachbarn nehmen die Briefe für die betroffen Familie an. Foto: Alexander Panknin




Das Haus an der Ecke steht seit dem Unglück unbewohnt und still da. Während das Erdgeschoss aussieht, als würde dort jeder Zeit eine freundliche Dame durchs Fenster winken, zeugt das erste Obergeschoss von der unbändigen Gewalt des Feuers. "Wie es mit dem Haus weitergeht, kann man noch nicht sagen. Da müssen Unmengen an Wasser von oben ins Haus gelaufen sein. Das war ein so harter Einsatz für die Feuerwehr", schildert eine Zeugin den Einsatz. "Alle Bewohner kamen und wollten helfen, aber da konnten wir einfach nichts tun, es war so schlimm, wir konnten nur noch weggehen."

Ob das Haus je wieder bewohnbar sein wird, muss erst noch untersucht werden. Bislang gibt es nur eine einzige tröstliche Nachricht: einer der verletzten Männer wurde zwischenzeitlich aus dem Krankenhaus entlassen.

Wen man auch fragt, dieOrtsgemeinschaft ist sich einig, man will der Familie so viel Unterstützung zukommen lassen wie möglich.

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