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Dieses Jahr kein Osternest aus Stroh: Aber anders



Wolfenbüttel

Dieses Jahr kein Osternest aus Stroh: Aber anders

von Alexander Panknin


Das bisherige Osternest wurde aus Strohballen errichtet. Archivfoto: Anke Donner
Das bisherige Osternest wurde aus Strohballen errichtet. Archivfoto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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Wolfenbüttel. Das Osternest verzauberte in den vergangenen Jahren die Besucher der Innenstadt am Samstag vor Ostern. Als eines der größten Strohnester in Niedersachsen, war es bis über die Stadtgrenzen bekannt. In diesem Jahr wird es das Osternest in dieser Form allerdings nicht mehr geben.



Bevor es enttäuschte Gesichter gibt: Eine große Osterüberraschung wird es allerdings doch geben, so teilteAnna Wohlert-Boortz vom Veranstaltungsmanagement der Stadt auf Anfrage von regionalHeute.de mit.

Warum anders?


Bislang wurde für den "Bau" des Nestes eine erhebliche Menge an Strohballen verwendet und somit ein großes Areal geschmückt. Mitarbeiter der Stadt verteilten dort Eier und Süßigkeiten an die Kinder, echte Hasen hoppelten durch das Stroh.


In diesem Jahr will man einige Dinge allerdings anders machen. Gründe dafür würde es viele geben, so Wohlert-Boortz: Die speziellen eckigen Strohballen seien nur schwer in der erforderlichen Menge zu bekommen. Außerdem wolle man das Verteilen gerechter organisieren, so habe es einige Kinder gegeben, die sich einfach nicht getraut hätten zwischen die Strohballen zu treten. Hier sei es leider durch den hohen Andrang etwas gedrängt gewesen.


Über Stroh wachen



Einen weiteren Nachteil würde das Stroh noch bringen, immerhin würde dies eine Feuerwache erforderlich machen. Da bislang immer schon am Donnerstag aufgebaut worden sei, hieße dies zwei Tage über Stroh zu wachen. Und das für etwa sechs Stunden Veranstaltung.

Auch wenn zurzeit viel über gelegte Feuer gesprochen wird, eine Wache sei eher ein ganz typisches Vorgehen und die Überlegungen würden damit nicht primär im Zusammenhang stehen. Letztlich würden jaauch alle Osterfeuer vor dem Entzünden jedes Jahr bewacht werden, das sei ganz normal.

Birke und ein mobiler Osterhase


Stroh ist also out, doch was ist stattdessen geplant? Stolz berichteteWohlert-Boortz über die neue Idee. Statt Stroh soll es nun durch die ganze Innenstadt Verzierungen aus Birke geben. Denn auch damit ließen sich prima Nester formen. Und anstelle des großen Strohnestes, würden die kleinen Geschenke nun durch einen mobilen Osterhasen verteilt werden. Damit könne man gezielter die richtigen Adressaten erreichen und kein Kind müsse erst lang anstehen oder "sich trauen". Insgesamt liegen bereits 4.000 bunte Eier und 4.000 Süßigkeiten bereit. Unterstützt wurde die Stadt hier von lokalen Unternehmen.

Feuerwehr kommt trotzdem


Auch wenn der Brandschutz mit der Birke nun bereits verbessert wurde, die Freiwillige Feuerwehr möchte sich das schöne Fest trotzdem nicht entgehen lassen. Mit einem großen Auto zum Anschauen und Anfassen wird auch sie vertreten sein und so die anderen familiengerechten Aktionen, wie Kinderschminken, Eiermalen und Tanzen, ergänzen.


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