Sie sind hier: Region >

Drei Senioren verloren ihr Leben auf Wolfenbüttels Straßen



Wolfenbüttel

Drei Senioren verloren ihr Leben auf Wolfenbüttels Straßen

von Anke Donner


Auf den Straßen im Landkreis kamen im vergangenen Jahr drei Senioren zu Tode. Foto: Max Förster Foto: Max Förster

Artikel teilen per:

Landkreis. Wie die Verkehrsunfallstatistik zeigt, passieren immer noch häufig Unfälle, in die Senioren involviert sind. Insgesamt 524 Mal waren Verkehrsteilnehmer über 65 Jahren in Unfälle verwickelt. Die Polizei stuft die Senioren deshalb als Risikogruppe ein.



In über 16 (460) Prozent der Autounfälle waren Fahrerinnen und Fahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren verwickelt, Senioren ab 65 Jahren waren insgesamt in 524 Unfälle involviert. 361 Mal waren sie laut Statistik Verursacher der Unfälle. "Dabei muss man aber beachten, dass die Gruppe der Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren viel weniger Verkehrsteilnehmer beinhaltet, als die Gruppe der über 65-Jährigen. Es sind deutlich mehr Menschen über 65 Jahren auf den Straßen unterwegs. Folge dessen ist die Wahrscheinlichkeit, dass in dieser Gruppe mehr Unfälle passieren, viel höher", gibt Lutz Zeidler,Leiter Einsatz- und Streifendienst bei der Polizei Wolfenbüttel, zu bedenken.

Im vergangenen Jahr starben drei Senioren bei Unfällen im Landkreis Wolfenbüttel. In einem Fall wurde ein 86-Jähriger bei einem Unfall auf der Salzdahlumer Straße getötet, als sein Fahrzeug mit einem anderem Wagen kollidierte (regionalHeute.de berichtete). Im Oktober kam ein 82-Jähriger bei einem Unfall auf der K11 bei Eitzum ums Leben. Eine 72-Jährige starb in Folge eines schweren Autounfalls, der sich im Mai auf der L625 bei Evessen ereignete (regionalHeute.de berichtete).



Bei dem Unfall bei Evessen kam eine Frau ums Leben. Foto: Feuerwehr



Grund für die häufigen Unfälle mit und von Senioren sei laut Polizei unter anderem das erhöhte Verkehrsaufkommen auf den Straßen und die immer umfangreichere Technik, die in Autos verbaut wird. Zudem sinkt mit zunehmendem Alter die Reaktionsfähigkeit und die Unsicherheit steigt. Um Senioren ein gewissen Training zu verschaffen, das zu mehr Fahrsicherheit führen soll, führt die Polizei gemeinsam mit der Verkehrswacht Aktionen durch. Eine davon ist die Veranstaltungsreihe "Fit im Auto", erklärt Simone Hartmann, Verkehrssicherheitsbeauftragte der Polizei Wolfenbüttel. Auch in diesem Jahr werden wieder einige Termine angeboten (regionalHeute.de berichtete).


zur Startseite