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DRK und Jobcenter schaffen Arbeitsplätze für Flüchtlinge



Wolfenbüttel

DRK und Jobcenter schaffen Arbeitsplätze für Flüchtlinge

von Anke Donner


Foto: Anke Donner)

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Wolfenbüttel. Unter dem Motto "Flüchtlingshilfe: Integration durch Beschäftigung" nehmen ab Mitte Mai bis zu 15 Flüchtlinge ihre neue Tätigkeit in der Zukunftsfabrik Am Exer auf.

Damit stellt das Deutsche Rote Kreuz in Kooperation mit dem Jobcenter eine bundesweit einmalige Aktion auf die Beine. „So soll den ausländischen Mitbürgern eine Chance geschaffen werden, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen und sich in die Gesellschaft zu integrieren“, erklärt DRK-Kreisvorstand Andreas Ring im Rahmen eines Pressegesprächs.


Die durch das Jobcenter ausgewählten Arbeitskräfte sind länger als 18 Monate im Land und nicht mehr der Abschiebung ausgesetzt. Dennoch würden sie unter normalen Umständen keine Beschäftig bekommen, da sie aus verschiedenen Gründen, aus der Vermittlung fallen. Nun sollen durch die Unterstützung des DRK und des Jobcenters Chancen geschaffen werden.

„Wir brauchen für diese Menschen niedrigschwellige Angebote. Niedrigschwellig deshalb, weil die Sprache ein großes Problem darstellt. Für die Menschen wird es schwer, eine Beschäftigung zu finden, ohne dass sie über deutsche Sprachkenntnisse haben. Natürlich werden die Personen durch uns auf ihre Fähigkeiten und Qualifikationen geprüft. Und besten Falls finden sie aus dieser Übergangsbeschäftigung eine feste Anstellung auf dem Arbeitsmarkt“, so Jobcenter-Geschäftsführer Thomas Vogel.

Die Flüchtlinge werden vorerst in der Zukunftsfabrik Am Exer beispielsweise in der Fahrradwerkstatt, in der Tafelausgabe oder der Kleiderkammer beschäftig und erhalten ihre Vergütung weiterhin über das Jobcenter als so genannten 1-Euro-Job. "Ein weiterer Punkt ist, das Flüchtlinge den Flüchtlingen helfen und so Sprachbarrieren überwunden werden können. Außerdem werden die Menschen, die hier beschäftigt werden, in einem Sprachkurs gefördert. Denn eine richtige Integration geht einfach über die Sprache", so Andreas Ring.

Das Programm soll in der ersten Testphase bis zum Ende des Jahres laufen. Dann will man sehen, wie das Projekt läuft und ob möglicherweise eine Ausweitung angestrebt wird. "Sollten wir gute Erfahrungen mit dem Projekt machen, könnten wir in Absprache mit dem Jobcenter und in Kooperation mit weiteren Partnern die Stellen ausweiten. Jetzt werden die Stellen bei uns nach und nach besetzt", erklär Andreas Ring.


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