Sie sind hier: Region >

Dunja Kreiser will in den Bundestag wechseln - doch sie hat Mitbewerber



Goslar | Salzgitter | Wolfenbüttel

Dunja Kreiser will in den Bundestag wechseln - doch sie hat Mitbewerber

Die SPD-Landtagsabgeordnete will 2021 zur Wahl antreten. Doch zunächst muss sie sich parteiintern durchsetzen.

von Werner Heise


SPD-Unterbezirks-Vorsitzender Marcus Bosse präsentierte Lennie Meyn und Dunja Kreiser als parteiinterne Bewerber auf die Bundestagskandidatur 2021.
SPD-Unterbezirks-Vorsitzender Marcus Bosse präsentierte Lennie Meyn und Dunja Kreiser als parteiinterne Bewerber auf die Bundestagskandidatur 2021. Foto: Werner Heise

Artikel teilen per:

Goslar/Salzgitter/Wolfenbüttel. Die niedersächsische Landtagsabgeordnete Dunja Kreiser will in die Fußstapfen von Sigmar Gabriel treten und für den Wahlkreis 49 in den Bundestag. Dabei bekommt sie parteiinterne Konkurrenz des Wolfenbütteler SPD-Stadtverbandsvorsitzenden und Kreistagsabgeordneten Lennie Meyn. Darüber informierte der SPD-Unterbezirk Wolfenbüttel am Mittwochnachmittag auf einer Pressekonferenz.



Kreiser wolle den klassischen Weg einschlagen. Von der Kommunalpolitik, über die Landes- in die Bundespolitik. Im "Superwahljahr 2021" werde sie 50 Jahre alt. "Da kann man noch viel bewegen", sagt sie. In Berlin wolle sie sich weiterhin um die Innenpolitik kümmern, aber sich auch für den von Volkswagen und der Salzgitter AG geprägten industriellen Standort einsetzen. Mit Blick auf die Arbeitsplätze hätte sie sich daher auch vom jüngst verabschiedeten Konjunkturpaket eine Prämie für Verbrennungsmotoren gewünscht. Dies hatte die SPD ausdrücklich abgelehnt.

Dunja Kreiser will in den Bundestag.
Dunja Kreiser will in den Bundestag. Foto: Werner Heise



Während Kreiser seit Jahren politisch aktiv ist, setzt ihr interner Kontrahent Lennie Meyn auf das Bild des politischen Durchstarters. Er möchte, wie er selbst sagt, festgefahrene Prozesse aufbrechen und klassische Wege neu denken. Seit 2016 tritt er kommunalpolitisch in Wolfenbüttel in Erscheinung. Zog mit einem Mandat in den Kreistag ein und führt seit Februar 2019 den SPD-Stadtverband an. Nun soll es nach dem Willen des 24-Jährigen direkt nach Berlin gehen, wo er "den jungen Leuten eine Stimme geben" möchte. Seine Themen sind Nachhaltigkeit, Mobilität und die Digitalisierung. Für letzteres hat er Wirtschaftsinformatik studiert und unter anderem in den USA seinen Masterabschluss absolviert.

Auch Lennie Meyn strebt das politische Berlin als Ziel an.
Auch Lennie Meyn strebt das politische Berlin als Ziel an. Foto: Werner Heise


Doch sowohl Meyn als auch Kreiser müssen sich nun erst einmal den 1.380 Mitgliedern des SPD-Unterbezirks Wolfenbüttel vorstellen. Diese sollen dann nämlich - so der derzeitige Plan - nach einer Vollversammlung am 7. September per Briefwahl entscheiden, wen sie zu ihrer Kandidatin oder zu ihrem Kandidaten machen wollen. Und bis dahin könnten möglicherweise auch noch weitere ihren Hut für eine Kandidatur in den Ring werfen.



Lesen Sie auch:Mit Ton und Bild: Der CDU-Kampf um die Bundestagskandidatur geht weiter

Anschließend geht es dann in die nächste Runde. Denn auch aus den SPD-Unterbezirken Goslar und Salzgitter können Kandidaten nominiert werden. Der Wahlbezirk 49 umfasst sowohl den Landkreis Wolfenbüttel, als auch die Stadt Salzgitter und im Landkreis Goslar die Gemeinden Langelsheim, Liebenburg und Seesen sowie die Samtgemeinde Lutter am Barenberge. Aus Salzgitter hat sich bereits Michael Letter als weiterer Kandidat gemeldet.

Doch Marcus Bosse rechnet sich gute Chancen für seine Kandidaten aus. "Wir sind der stärkste Unterbezirk und wir werden die meisten Stimmen haben", sagt er.

Am 6. November um 18 Uhr soll dann aller Voraussicht nach endgültig entschieden werden, wer im Wahlkreis 49 für die SPD in den Wahlkampf zieht.


zur Startseite