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Ein Aushängeschild gegen Rassismus

von Jan Borner


Studiendirektor Michael Habenbacher, Schulleiter Hartmut Frenk und CDU-Landtagsabgeordneter Frank Oesterhelweg mit Schülern der Großen Schule vor der neuen Plakette in der Eingangshalle.
Studiendirektor Michael Habenbacher, Schulleiter Hartmut Frenk und CDU-Landtagsabgeordneter Frank Oesterhelweg mit Schülern der Großen Schule vor der neuen Plakette in der Eingangshalle. Foto: Jan Borner

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15.03.2016




Wolfenbüttel. Bereits im Februar wurde die Große Schule feierlich zur „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet. Bislang fehlte nur noch die Plakette, die diese Auszeichnung auch für alle sichtbar macht. Etwas verspätet ist sie nun aber eingetroffen und weist in der Eingangshalle darauf hin, dass Rassismus in der Großen Schule keinen Platz hat.

Bereits in den 90er Jahren wurde die Auszeichnung „Schule ohne Rassimus“ geschaffen, damit sich teilnehmende Schulen aktiv gegen Rassismus, Diskriminierung, Mobbing und Gewalt einsetzen. Durch die aktuelle Flüchtlingssituation habe dieses Projekt neue Aktualität gewonnen, erklärt Schulleiter Hartmut Frenk. "Wir wollen in unserer Schule die Voraussetzung für Internationale Begegnungen schaffen", betonte er. Die Große Schule pflege deshalb viele Kontakte weltweit für internationale Fahrten und Austausche. Um die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu erhalten, mussten sich mindestens 70 Prozent aller Schüler und Lehrer der Schule mit einer Unterschrift dazu verpflichten, sich künftig aktiv gegen jede Form von Diskriminierung einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekttage zu dem Thema durchzuführen. An der Großen Schule gebe es ein Bekenntnis zur Weltoffenheit, betonte der Schulleiter. Als Schirmherr für das Projekt konnte die Große Schule den CDU-Landtagsabgeordneten Frank Oesterhelweg gewinnen.

Endlich angekommen


Die Plakette, welche die Auszeichnung nun gut sichtbar in der Eingangshalle präsentiert, sollte eigentlich bereits Ende Februar ankommen. Da diese aber wohl zunächst falsch zugestellt wurde, musste das Gymnasium am Rosenwall noch etwas warten. Jetzt hängt sie direkt über den ersten Stufen, die in die Eingangshalle führen und ist die erste Auszeichnung an einer Wand, die in Zukunft noch weitere Prämierungen ausstellen soll.

Initiativen gegen Rassismus und Diskriminierung


Mit der Auszeichnung muss die Schule auch gewissen Verpflichtungen nachgehen, um dem Titel gerecht zu werden. Drei Grundprinzipien müssen erfüllt werden, erklärte Dr. Peter Kaufmann vom niedersächsischen Kultusministerium bei der Urkundenübergabe Anfang Februar. So sei es eine zentrale Aufgabe der Schule, langfristige Aktivitäten oder Initiativen zu etablieren, um Diskriminierung, insbesondere Rassismus, zu überwinden, bei Konflikten Courage zu zeigen und offen aufeinander zu zugehen, ohne verbale oder physische Gewalt anzuwenden, sowie einmal im Jahr mindestens ein Projekt auf die Beine zu stellen, das sich mit dem Thema Diskriminierung, beziehungsweise Rassismus auseinandersetzt.

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