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Eisenbahner: Seniorengefahren im Alter, Ehrungen und Aktuelles



Wolfenbüttel

Eisenbahner: Seniorengefahren im Alter, Ehrungen und Aktuelles


Gerhard Hildebrandt (88) stand als Jubilar im Mittelpunkt. Foto: Dieter Lorenz
Gerhard Hildebrandt (88) stand als Jubilar im Mittelpunkt. Foto: Dieter Lorenz

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Wolfenbüttel. Ihre Mitglieder auf Gefahren des Alltag hinweisen, über aktuelles Eisenbahnergeschehen zu informieren und jahrzehntelange Mitglieder zu ehren ist Arbeitsprogramm des Gewerkschaftseniorenkreises Wolfenbüttel.



Viele Kollegen und Kolleginnen von der EVG (Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, früher Transnet, davor GdED) kommen immer wieder gern zu den zahlreichen Angeboten, berichtet Dieter Lorenz (CDU), bekannt als „DLS“. Diesmal hat Seniorenkreisvorsitzender Volker Naujok die Polizei eingeladen.

Bernd Neidhart vom Präventionsteam der Polizeiinspektion Salzgitter, Peine, Wolfenbüttel informierte über „Sicherheit im Alter“. „Wir sind auf Augenhöhe mit den Menschen und kümmern uns um Jung, Alt und Schutzsuchende“ beschrieb Neidhart sein Arbeitsfeld. Wie ältere Menschen reagieren, wenn sie Betrügern auf den Leim gehen, hörten die Eisenbahnersenioren an mehreren Beispielen. Gefahren an der Haustür und am Telefon wurden besonders hervorgehoben. Zum bekannte „Enkeltick“ um an dass Geld Ältere zu kommen gab es mehrere beachtenswerte Beispiele. Viele Tipps bekamen die Eisenbahner vom Polizeibeamten: Lassen sie nie Unbekannte in ihre Wohnung - Nutzen sie einen Türspion oder eine Sprecheranlage - Seien sie misstrauisch, wenn jemand sie um Geld bittet. Lassen sie sich nicht zu Geschäftsabschlüssen am Telefon drängen. Wenn etwas passiert ist, rufen sie die Polizei an. Die Besucher bedankten sich mit viel Applaus bei der Polizei.


Großen Wert legen die Eisenbahngewerkschaftler auf die Betreuung der Mitglieder. Vorsitzender Volker Naujok begrüßte insbesondere Paul Köster: „Paul, du bist mit 98 Jahren unser ältester Besucher und immer dabei, wieder ein besonderes Willkommen." Dann stand Gerhard Hildebrandt (88) als Jubilar im Mittelpunkt. Am 1. April 1944, in Wildemann im Harz, begann der Dienst bei der Eisenbahn als Betriebsjunghelfer. Beim Gang in den Ruhestand war Hildebrandt Bundesbahnhauptsekretär.

Lange Zeit war das Stellwerk im Braunschweiger Rangierbahnhof sein Dienstort. Der Jubilar ist seit 1955 verheiratet, mit Ehefrau Ilse, beide freuen sich über zwei Kinder, drei Enkel und zwei Urenkel. Über 70 Jahre ist der singende Eisenbahner Mitglied im Gesangverein Wildemann. Seine Freude am Gesang, besonders am jodeln, brachte Gerhard Hildebrandt 1949 die Auszeichnung als „Harzer Jodelmeister“ ein.

Weitere Ehrentage


Wolfgang Kilimann Cremlingen (65), Dieter Dube, Uerde, Fritz Morczinietz, Winningstedt, und Uwe Rau, Cremlingen (60), Armin Hecht und Hermann Löwe, Wolfenbüttel, Herbert Hoffmann, Cremlingen, mit Horst Niemann, Börßum (50).


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